2001 zweistellig zugelegt
GfK will stärker als die Branche wachsen

Die Marktforschungsgruppe GfK will auch im laufenden Geschäftsjahr stärker als die Branche wachsen und schließt weitere Akquisitionen nicht aus.

rtr NüRNBERG. Bei unverändertem Konsolidierungskreis werde für das Gesamtjahr nach US-Rechnungslegung GAAP ein Umsatzanstieg von 6,6 % auf 560 Mill. ? angestrebt. "Wenn wir etwas dazu kaufen, werden wir deutlich über den anvisierten 560 Mill. ? liegen", sagte GfK-Chef Klaus Wübbenhorst am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in Nürnberg und bestätigte damit Angaben von Ende Februar. "Wir führen weltweit Gespräche und hoffen bis Ende des Jahres weitere Akquisitionen vermelden zu können", fügte er hinzu. Während in den Geschäftsfeldern Consumer-Tracking und Medien das Augenmerk auf Europa liege, wolle GfK seine Marktstellung in den Segmenten Non-Food-Tracking und Ad-Hoc-Forschung außerhalb Europas stärken.

2002 organisches Umsatzwachstum von 6,6 Prozent erwartet

Ob das Umsatzwachstum inklusive Zukäufe die Wachstumsraten des Vorjahres, wo nach HGB-Rechnungslegung der Gesamtertrag um 11,4 % auf 535,7 Mill. ? zulegte, überstiegen werde, ließ Wübbenhorst offen. "Wir wollen 2002 aus eigener Kraft um 6,6 % wachsen und damit das organische Wachstum des Vorjahres von 6,1 % übertreffen", sagt er. Auch wachse GfK damit stärker als die unter der Werbeflaute leidende Branche der Marktforschungsinstitute, die dieses Jahr 3,5 bis fünf Prozent zulegen dürfte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern inklusive Beteiligungsergebnis (aEBIT) solle 2002 um rund zehn Prozent auf 50,2 Mill. ? zulegen, die Marge rund neun Prozent erreichen. 2001 verbesserte sich das aEBIT um 15,7 % auf 45,6 Mill. ?, die aEBIT-Marge bezogen auf die Gesamtleistung lag bei 8,7 %. Den Aktionären solle trotz eines drastischen Rückgangs beim Jahresüberschuss von über 50 % auf 12,3 (Vorjahr 25,4) Mill. ? für 2001 eine auf 0,17 ? von 0,15 ? erhöhte Dividende gezahlt werden.

GfK gut in das laufende Jahr gestartet

In das laufende Geschäftsjahr sei GfK trotz der anhaltenden Flaute auf dem Werbemarkt gut gestartet. So seien nach drei Monaten bereits 57 % der geplanten Aufträge für das Gesamtjahr abgedeckt, sagte Wübbenhorst. Im Vorjahr hätten zum selben Zeitpunkt erst Aufträge vorgelegen, die 54 % der erwarteten Jahresumsätze abgedeckt hätten, hieß es. Die Daten für das erste Quartal wolle GfK Ende Mai vorlegen.

Nachdem die Marktforschungsgruppe bereits seit Jahresbeginn sich an zehn Gesellschaft beteiligt, oder ganz übernommen hat, rechnet Wübbenhorst im Jahresverlauf mit weiteren Beteiligungen oder Übernahmen. Sowhol im Bereich Non-Food-Tracking, der Daten über die Absatzentwicklung in den Märkten für technische Gebrauchsgüter erfasst, wie auch in der Ad-Hoc-Forschung, wo GFK Lösungen zu Marketingfragen verschiedenster Art anbietet, solle die Marktposition in Europa auch durch Zukäufe weiter verbessert werden. Im Segment Consumer-Tracking und Medien habe die Nürnberger Gesellschaft den Weltmarkt im Visier. Consumer-Tracking beschäftigt sich mit der Analyse von Daten, welche die Kaufentscheidung von Verbraucher betreffen. Im Bereich Medien werden Informationen über die Nutzung von Medien gesammelt.

Bislang erzielte die 4750 Mitarbeiter zählende GfK, die mit rund 120 Tochterfirmen in 51 Ländern vertreten ist, rund 67 % der Gesamterlöse im Ausland. Es sei durchaus denkbar, dass dieser Anteil zum Ende des Jahres auf rund 70 % ansteigen werde, hatte Wübbenhorst erst vor kurzem in einem Reuters-Interview gesagt. GfK ist eigenen Angaben zufolge weltweit das sechstgrößte Marktforschungsinstitut.

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