2002 Börsengang geplant
Rabattkarte "Payback" wächst rasant

dpa MÜNCHEN. Die meist verbreitete deutsche Rabattkarte "Payback" ist seit dem Start im vergangenen Jahr rasant gewachsen und hat die Erwartungen der Gründer übertroffen. Bislang wurden 8,3 Millionen aktive Kartennutzer gewonnen, berichtete Alexander Rittweger, Geschäftsführer der Betreiberfirma und Lufthansa-Tochter Loyalty Partner GmbH, am Donnerstag in München. Bis zum Jahresende sollen es 12 Millionen werden. Das Unternehmen will seinen Umsatz im laufenden Jahr auf 100 Mill. DM (51,13 Mill. Euro) verdoppeln und die Gewinnschwelle erreichen. Für 2002 ist der Börsengang geplant.

Mehr als zwei Dutzend Partner haben sich bislang dem Rabattsystem angeschlossen, darunter die zu Metro gehörende real-Kette, Galeria Kaufhof, DEA, dm-drogerie markt, AOL und Consors. Wer als Kunde Lebensmittel kauft, eine Reise bucht oder tankt, kann beim Bezahlen seine elektronische Rabattkarte vorlegen und erhält Punkte gutgeschrieben. Auch der Einkauf im Internet ist möglich. Ab 15 Euro (knapp 30 DM) wird das Guthaben ausgezahlt. Bislang seien 7,5 Mill. DM an Rabatten gezahlt worden, sagte Rittweger, ehemals Berater bei der Unternehmensberatung Roland Berger. Ein Anteil an den gewährten Rabatten, der sich laut Rittweger auf 30 bis 40 % beläuft, wird von Loyalty als Umsatz verbucht.

Der "Payback"-Chef sieht noch enormes Wachstumspotenzial. Noch fehlten Partner auf den Gebieten Telekommunikation, Finanzdienstleistungen, Textil und Baumärkte, die in diesem Jahr hinzukommen sollen. Außerdem will Loyalty künftig ähnliche Bonussysteme auch für Dritte betreiben, beispielsweise für Autofirmen.

Rund 30 Mill. DM hat der Aufbau des "Payback"-Systems gekostet. Im vergangenen Jahr sei ein zweistelliger Millionenverlust entstanden, sagte Rittweger. Mehr als 6 Mrd. DM Umsätze sind laut Rittweger 2000 über die "Payback"-Karte gelaufen. An Loyalty sind die Lufthansa Commercial Holding (50,6 %), Metro, Rittweger und Roland Berger beteiligt.

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