2002 geplant
US-Technologiebörse NASDAQ will selbst an die Börse gehen

Die mit Technologieaktien vollgepackte elektronische US-Börse Nasdaq will selbst an die Börse gehen. Als Aktiengesellschaft will sie sich Kapital für Akquisitionen, Systemmodernisierungen und andere Zwecke beschaffen. Der Börsengang der Nasdaq könnte möglicherweise im Jahr 2002 erfolgen, teilte die Nasdaq am Donnerstag mit.

dpa NEW YORK. Der Nasdaq-Verwaltungsrat beschloss die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. "Das Angebot von Aktien an die Öffentlichkeit ist ein natürlicher nächster Schritt in der Entwicklung der Nasdaq", sagte Börsenchef Frank G. Zarb. Die Nasdaq könne mit höheren Mitteln besser konkurrieren und den Markt zu Gunsten der Investoren und Unternehmen in aller Welt verbessern.

Der Zeitpunkt der Erstemission hänge von einer Reihe von Faktoren ab. Das Nasdaq-Aufsichtsgremium werde sich damit im Herbst erneut aktiv befassen. Der früheste Zeitpunkt für eine Erstemission sei "irgendwann in 2002", hieß es.

Die Nasdaq gehörte früher allein der NASD (National Association of Securities Dealers), dem Dachverband der amerikanischen Wertpapierhändler. Sie hat aber durch eine Serie von Privatplatzierungen bereits 300 Mill. $ hereingeholt, um sich auf eine vollständige Abnabelung von der NASD und auf einen Börsengang vorzubereiten.

Die NASDAQ hat bereits in Europa und in Japan mit dortigen Börsen kleinere Partnerschaften und ist auf der Suche nach weiteren internationalen Aufkaufmöglichkeiten und Partnern. Sie benötigt auch Mittel für ihr neues Hochleistungs-Handelssystem.

An der NASDAQ werden die Aktien von 4 600 Unternehmen notiert. Es handelt sich um die zweitgrößte Wertpapierbörse der Welt. Der Handel wird nicht in einem Börsengebäude durchgeführt. Er findet über ein Computersystem statt, an das die Marktteilnehmer angeschlossen sind.

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