2002 im Plan
MG Technologies setzt auf Wirkstoffproduktion

Der Frankfurter Chemie- und Anlagenbaukonzern mg technologies will sein Geschäft mit Wirkstoffen und Vorprodukten für die Pharmabranche weiter ausbauen.

Reuters BASEL. Das in der Gruppe Dynamic Synthesis angesiedelte Geschäft mit so genannten Kundensynthesen für die Pharmaindustrie solle innerhalb der nächsten drei Jahre um durchschnittlich rund elf Prozent im Jahr wachsen, sagte mg-Chef Kajo Neukirchen auf einer Veranstaltung in Basel zur Einweihung eines neuen Produktionsgebäudes in der Schweiz. Für das neue Geschäftsjahr 2002/2003 (Ende September) sei mit einem Wachstum von zwölf bis 13 % zu rechnen.

Neukirchen bekräftigte für den Gesamtkonzern jüngste Aussagen zum Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr. Für 2002/2003 erwartet der für seine konsequente Renditeorientierung bekannte Manager allerdings ein schwieriges Jahr, das durch die anhaltende Konjunkturschwäche bestimmt werden dürfte.

Einschließlich geplanter Akquisitionen solle die Dynamic Synthesis-Gruppe innerhalb der nächsten drei Jahre einen Umsatz von rund 500 Mill. Euro erreichen und zu den vier größten Anbietern in diesem Geschäft gehören. Im Geschäftsjahr 2001/2002 habe der Umsatz bei rund 239 Mill. Euro gelegen. Die Gruppe im mg-Konzern wird aus der Dynamit Nobel Spezialchemie im deutschen Werk Leverkusen und der im Vorjahr übernommenen französischen Finorga S.A. sowie der schweizerischen Rohner gebildet.

Der Trend zur Ausgliederung der Produktion von Wirkstoffen bei den Pharmafirmen dürfte nach Einschätzung von Neukirchen weitergehen. Grund seien weiter steigende Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie die Zunahme der Marketingkosten. Den Gesamtmarkt für die Kundensynthese schätzt die mg auf gegenwärtig rund zehn Mrd. Euro bei einem erwarteten jährlichen Wachstum von etwa 8 bis 10 %.

Dynamic Synthesis ist nach mg-Angaben gegenwärtig die Nummer Acht weltweit bei den Kundensynthesen. Größte Konkurrenten seien die niederländische DSM, die schweizerischen Konzerne Lonza und Clariant sowie der Degussa-Konzern.

Abgelaufenes Geschäftsjahr im Plan

Zu dem Ende September abgelaufen Geschäftsjahr 2001/2002 sagte der mg-Chef, er erwarte weiterhin einen Gewinnrückgang von zwölf bis etwa 14 %. "Im Moment sieht das so aus", sagte Neukirchen. Dabei seien Einsparungen von rund 50 Mill. Euro erzielt worden. Im Einzelnen habe die Anlagenbautochter GEA den Gewinn deutlich gesteigert, während Dynamit Nobel das operative Geschäft auf Vorjahresniveau gehalten habe. Der mg-Großanlagenbau habe trotz rückläufiger Anlageinvestitionen positiv abgeschlossen. Die Tochter Solvadis kämpfe zwar mit niedrigen Margen, schreibe aber "nach wie vor gute schwarze Zahlen".

Zum neuen Geschäftsjahr 2002/2003 sagte Neukirchen, er sehe derzeit keine Verbesserung der konjunkturellen Lage. "Die Rezession dauert an", sagte der mg-Chef. Es rechne mit einem schwierigen Jahr. Auf einen konkreten Ausblick wollte sich der Manager aber nicht festlegen.

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