2002 soll besser werden
Balda mit Gewinneinbruch

Nach einem Gewinneinbruch 2001 erwartet der Handyausrüster Balda im laufenden und im kommenden Jahr wieder einen deutlichen Umsatz- und Ergebniszuwachs.

Reuters FRANKFURT. Für 2002 werde ein Umsatz von 183,7 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 15,5 Millionen Euro angestrebt, sagte Finanzvorstand Volker Brinkmann am Donnerstag in Frankfurt. 2003 solle sich der Umsatz dann auf 234,3 Millionen Euro und das Ebit auf 22,4 Millionen Euro erhöhen. Im vergangenen Jahr verzeichnete Balda einen Umsatz- und Gewinnrückgang und blieb beim Ergebnis deutlich hinter den Analystenerwartungen zurück. An die Aktionäre solle eine Dividende von 0,05 Euro je Aktie gezahlt werden.

Nach anfänglichen Kursverlusten stieg die im Nemax50 notierte Balda-Aktie bis zum Mittag um über sechs Prozent auf 6,86 Euro.

Balda mit abgelaufenem Geschäftsjahr unzufrieden

Für 2001 bezifferte Balda das Ebit mit 7,8 (Vorjahr: 23,4) Millionen Euro und den Umsatz mit 158,6 (160,3) Millionen Euro. Damit lag der Umsatz leicht über der vorläufigen Kennziffer vom Januar von rund 156 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten für 2001 im Durchschnitt mit einem Ebit von 13,05 Millionen Euro gerechnet.

"Wir sind mit dem Geschäftsjahr 2001 nicht zufrieden", sagte Vorstandschef Gerhard Holdijk. Balda habe den Rückgang im Absatzvolumen des globalen Handymarktes um sechs Prozent deutlich zu spüren bekommen. Konkrete Anfragen von Kundenseite sowie das Ende 2000 erwartete Marktwachstum hätten Balda im vergangenen Jahr zu umfangreichen Investitionen von 57,2 Millionen Euro veranlasst.

Balda erwartet 2002 Erholung des Handy-Marktes

Insbesondere die Internationalisierung, die Erholung des Handymarktes sowie zusätzliche Produktfelder sollen zu der Umsatzsteigerung im laufenden und im kommenden Jahr beitragen. Holdijk sagte, 2001 sei Balda mit einem Umsatzanteil von 84 Prozent vom Handy-Markt abhängig gewesen. Diese Größenordnung solle sich in den nächsten Jahren deutlich reduzieren. Die Firma setze nicht mehr nur noch auf Mobiltelefone, der Fokus von Balda werde aber immer bei diesem Bereich bleiben.

Medizintechnik als zweites Standbein

"Der Bereich Medizintechnik wird das zweite große Standbein der Balda AG werden", kündigte Holdijk an. Dieser Bereich, der im vierten Quartal die Produktion aufnehme, solle im laufenden Jahr einen Umsatz von 6,6 Millionen Euro und 2003 von 31,1 Millionen Euro beisteuern. Die von der Flaute bei Mobiltelefonen in Mitleidenschaft gezogene Firma hatte bereits im Januar angekündigt, in die Medizintechnik einsteigen zu wollen. Für diesen Bereich würden die gleichen Produktionsmaschinen wie in der Telekommunikation benötigt. 2002 wolle Balda eine Millionen Euro in die Medizintechnik investieren, sagte Holdijk. Balda habe für diesen Bereich bereits einen global agierenden Konzern als Partner gewonnen, können dessen Namen aber noch nicht nennen. Zudem lägen der Firma zwei weitere Entwicklungsaufträge vor, mit weiteren potenziellen Kunden gebe es Gespräche. Ende 2001 beschäftigte Balda 1981 Mitarbeiter, 150 neue sollen in diesem Jahr speziell für den neuen Geschäftsbereich eingestellt werden.

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