2002 Umsatz- und Gewinnzuwachs: Fielmann blickt ungetrübt in die Zukunft

2002 Umsatz- und Gewinnzuwachs
Fielmann blickt ungetrübt in die Zukunft

Deutschlands größte Optikerkette Fielmann hat das Jahr 2002 trotz der anhaltenden Konsumflaute mit Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn abgeschlossen. Das Unternehmen kündigte auch für 2003 weiteres Wachstum an.

Reuters HAMBURG. Der Konzernumsatz sei um sechs Prozent auf 657 Millionen Euro gestiegen, teilte die Hamburger Fielmann AG am Donnerstag mit. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich den vorläufigen Geschäftszahlen zufolge um 13,5 Prozent auf 63 Millionen Euro, der Jahresüberschuss um 14,5 Prozent auf 45 Millionen Euro. Die Fielmann-Gruppe, die im Rahmen der Analystenschätzungen blieb, erzielte damit das fünfte Rekordergebnis in Folge. Fielmann ist eine der wenigen deutschen Einzelhandelsketten, die in der aktuellen Konsumflaute steigende Gewinne verzeichnet.

Besonders positiv sei die Ergebnisentwicklung in den Nachbarländern gewesen, teilte Fielmann mit. In der Schweiz konnte der Gewinn demnach verdoppelt werden, in Österreich betrug die Steigerung 70 Prozent. Auch in den ersten Geschäften in den Niederlanden seien die Erwartungen übertroffen worden. Details nannte Fielmann dazu nicht. Ausblickend hieß es, das Unternehmen werde seine Expansion in Deutschland sowie dem angrenzenden Ausland vorantreiben. Trotz der allgemeinen Kaufzurückhaltung der Verbraucher werde 2003 ein weiterer Zuwachs bei Absatz, Umsatz und Gewinn geplant.

Aussagen zu einer möglichen Dividendenzahlung an die Aktionäre machte das Unternehmen nicht. Nach bisherigen Angaben wird der Aufsichtsrat voraussichtlich auf seiner Sitzung vor der Bilanzpressekonferenz am 24. April über die Dividende für 2002 entscheiden. Für 2001 waren die Anteilseigner mit 1,07 Euro je Aktie am Unternehmensgewinn beteiligt worden.

Fielmann verfügt nach eigenen Angaben im Brillengeschäft in Deutschland über einen Marktanteil von 23 Prozent und ist damit die größte Augenoptikerkette hier zu Lande. In der Schweiz sieht sich das Unternehmen mit einem Anteil von 13 Prozent als Nummer zwei, in Österreich als drittgrößter Anbieter.

Analysten äußerten sich überwiegend positiv zur aktuellen Geschäftslage bei Fielmann. Thilo Kleibauer vom Bankhaus MM Warburg sagte, die Entwicklung zeige, dass Fielmann gut aufgestellt sei und sich auch im laufenden Jahr weiter positiv entwicklen werde. Frank Laser von der Berenberg Bank sieht das Unternehmen in der anhaltenden Konsumflaute auf "einem gesunden Weg". 2003 werde für das Unternehmen voraussichtlich wieder sehr gut, auch die Aktie dürfte sich positiv entwickeln.

Der Fielmann-Gründer und Mehrheitsaktionär Günther Fielmann hatte Anfang Februar 400.000 Aktien seiner Firma im Wert von 12,4 Millionen Euro gekauft, um den Aktienkurs zu stützen. Das Paket entspricht einem Anteil von knapp zwei Prozent an der Fielmann AG. Fielmann will die aus einer Fondsauflösung stammenden Wertpapiere nach Angaben der Firma allerdings nicht dauerhaft halten. Der Firmengründer ist mit etwas über 70 Prozent an Fielmann beteiligt.

Die im MDax notierte Fielmann-Aktie lag in einem stabilen Gesamtmarkt am Donnerstag nahezu unverändert bei 31,45 Euro.

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