2002 weniger verdient: Böhler kürzt Dividendenbonus

2002 weniger verdient
Böhler kürzt Dividendenbonus

Die Böhler-Uddeholm AG hat nach vorläufigen Zahlen 2002 wie erwartet weniger verdient. Der österreichisch-schwedische Edelstahlkonzern wird für 2002 eine auf 2,30 (2,70) Euro je Aktie niedrigere Dividende ausschütten, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Reuters WIEN. Umsatz und Ergebnis seien in einem anhaltend schwachen wirtschaftlichen Umfeld niedriger ausgefallen als im Rekordjahr 2001. Für das laufende Geschäftsjahr sehe das Management weiter eine zurückhaltende Nachfrage. Letzteres gelte insbesondere für die Sektoren Energie, Elektronik und Flugzeugbau. Mit einer Erholung der Konjunktur sei nicht vor Jahresende 2003 zu rechnen, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.

Böhler-Uddeholm ist einer der führenden Edelstahlerzeuger weltweit. Neben Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl ist Böhler-Uddeholm mit Schmiedestahl auch Zulieferer der Energiebranche und von Flugzeugherstellern. Bei einem Umsatz von 1441,2 (1509,4) Millionen Euro hat Böhler-Uddeholm ein Betriebsergebnis (Ebit) von 111,9 (132,1) Millionen Euro erzielt. Das Ergebnis vor Steuern (Ebt) wurde mit 82,1 (106,9) Millionen Euro, der Jahresüberschuss nach Minderheiten mit 50,5 (69,6) Millionen Euro angegeben.

Analysten hatten im Vorfeld das Ebit im Durchschnitt bei 104 Millionen Euro erwartet. Böhler-Uddeholm selbst hatte ein Ebit zwischen 100 und 110 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die endgültigen Zahlen für das Gesamtjahr 2002 werden am 7. April bekannt gegeben. Trotz der Kürzung der Dividende sei bezogen auf den jüngsten Kurs die Dividende attraktiv, heißt es in der Mitteilung. Zum aktuellen Kurs von 46,01 errechnet sich eine Rendite von fünf Prozent.

Im Gesamtjahr 2002 verzeichnete Böhler-Uddeholm nach eigenen Angaben einen Auftragseingang von 924,5 Millionen Euro. Der Auftragsstand sei zum 31. Dezember 2002 mit 248,7 Millionen Euro um 14 Prozent unter dem Vorjahresstichtag gelegen.

Böhler-Uddeholm eröffneten am Freitag nach Bekanntwerden der vorläufigen Zahlen mit 47,00 (46,01) Euro deutlich fester. Seit Jahresbeginn liegt die Aktien 6,5 Prozent im Plus, während der ATX nahezu unverändert ist.

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