2003 keine steigenden Gewinne mehr erwartet
Bosch gibt sich geschlagen

Der weltweit zweitgrößte Automobilzulieferer Robert Bosch GmbH wird wegen der unsicheren wirtschaftlichen Lage sein bisher angepeiltes Gewinnziel nicht erreichen.

Reuters FRANKFURT. Das langjährige Ziel eines Vorsteuergewinns von sieben Prozent des Umsatzes werde 2003 nicht erreicht, sagte Konzernchef Hermann Scholl in einem Interview mit der "Financial Times". Für das laufende Geschäftsjahr 2002 erwarte er einen Vorsteuergewinn auf Vorjahresniveau. Der Absatz dürfte akquisitionsbedingt leicht auf 35 Milliarden Euro zunehmen. 2001 hatte der Umsatz bei 34 Milliarden Euro gelegen, der Vorsteuergewinn hatte 1,4 Milliarden Euro betragen und damit vier Prozent des Umsatzes.

Das weltweite Ergebnis im Kraftfahrzeugtechnikbereich "stagniere" und sei in Europa im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent gesunken, sagte Scholl mit Blick auf die Entwicklung im laufenden Jahr. Dieser Rückgang sei durch eine leichte Steigerung im US-Geschäft wett gemacht worden, fügte er hinzu. Dort findet zur Zeit ein Rabattkrieg zwischen den großen Automobilherstellern statt.

Für 2003 wollte Scholl keine Prognosen abgeben. Erst im September hatte Geschäftsführungsmitglied Wolfgang Chur sich zurückhaltend über die Entwicklung im kommenden Jahr geäußert. "Wir erwarten im nächsten Jahr in etwa einen ähnlichen Markt wie 2002", hatte Chur damals gesagt. Die Herstellung von Autoteilen machte im vergangenen Jahr rund 68 Prozent des Absatzes bei Bosch aus. Außerdem stellt Bosch Automatisierungssysteme, Heizungsboiler und Elektrowerkzeuge her.

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