2003 moderates Wachstum
Pfeiffer Vacuum senkt Umsatzplanung

Der Vakuumpumpenhersteller Pfeiffer Vacuum hat nach einem schwachen dritten Quartal und der weiterhin zögerlichen Investitionsbereitschaft großer Systembauer seine Umsatzplanung für das Gesamtjahr erneut gesenkt. Für 2003 erwartet Pfeiffer ein moderates Wachstum.

Reuters FRANKFURT. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sei ein Umsatz im Gesamtjahr um 150 Mill. Euro erreichbar, sagte Finanzvorstand Wilfried Glaum am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Bereits Anfang August war Pfeiffer von seinem ursprünglichen Umsatzziel von 190 Mill. Euro abgerückt und hatte für 2002 nur noch ein Umsatz auf Vorjahreshöhe von 170 Mill. Euro plus (-5 %) in Aussicht gestellt.

Im dritten Quartal verzeichnete die Gesellschaft einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang und lag damit am unteren Rand der Analystenschätzungen. Die im Auswahlindex Nemax 50 notierten Pfeiffer-Aktien verloren bis zum Mittag knapp ein Prozent auf 19,95 Euro.

Neues DVD-Geschäft verfehlt Erwartungen

"Wir leiden an der mangelnden Investitionsbereitschaft großer Systembauer, vor allem im Halbleiter- und Analytikbereich", sagte Glaum. Vor allem in den USA seien die Umsätze deutlich rückläufig. Aber auch das Geschäft in Europa hinke hinter dem Vorjahr hinterher. Zudem sei das neue Geschäftsfeld DVD deutlich schlechter als erwartet gestartet, räumte Glaum ein. Bislang sei lediglich eine Maschine zur Herstellung von DVDs ausgeliefert worden. "Ich glaube nicht, dass wir in diesem Jahr noch eine weitere Maschine verkaufen werden." Die Anlaufverluste für den DVD-Bereich bezifferte Glaum für das Gesamtjahr auf 5,2 Mill. Euro. "Eine Einstellung oder Verkauf des DVD-Geschäfts kommt derzeit nicht in Frage", sagte er.

Den Umsatz für das dritte Quartal gab die auf Hochvakuumpumpen und Vakuummessgeräten spezialisierte Gesellschaft mit 37,4 Mill. Euro nach rund 40 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum an. Der Auftragseingang habe trotz einer guten Entwicklung im Oktober mit 34,4 Mill. Euro den Vorjahreswert von 36,5 Mill. Euro ebenfalls nicht erreicht. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei auf 4,2 (Vorjahr: 6,4) Mill. Euro gesunken. Kumuliert auf neun Monate ergibt sich ein Umsatz von 110,9 (130) Mill. Euro, ein Ebit von 12,9 (22,8) Mill. Euro sowie ein Gewinn je Aktie von 0,99 (1,63) Euro.

Analysten hatten für die Monate Juli bis September im Durchschnitt einen Umsatz 39,9 Mill. Euro prognostiziert. Beim Ebit hatten die Experten rund 5 Mill. Euro veranschlagt, wobei die Schätzungen von vier Mill. Euro bis 5,95 Mill. Euro reichten.

Für das Gesamtjahr rechnet Glaum mit einer Ebit-Marge von rund 12 % und präzisierte damit seine Aussage von Anfang August. Damals hatte er eingeräumt, die urspünglich anvisierte Ebit-Marge von 16 % wohl nicht zu erreichen. Allerdings dürfte die Marge im Gesamtjahr deutlich über dem Halbjahreswert von 11,8 % liegen, hatte er damals gesagt.

Auch im kommenden Jahr rechnet Glaum nur mit einer leichten Geschäftserholung. "Ich glaube, dass wir uns im ersten Halbjahr 2003 auf dem gleichen Level wie in der zweiten Jahreshälfte 2002 bewegen werden", sagte der Finanzchef. "In der zweiten Jahreshälfte rechnen wir dann mit einer Erholung. Für 2003 erwarten wir insgesamt ein moderates Wachstum im Vergleich zum Vorjahr", fügte er hinzu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%