2003 nur noch Mindestverzinsung
Mannheimer Leben auf Sparflamme

Die Mannheimer AG Holding kann ihren Lebensversicherungs-Kunden 2003 voraussichtlich nur noch die gesetzlich vorgeschriebene Mindest-Überschussbeteiligung von 3,25 Prozent zahlen.

Reuters MANNHEIM. Bei einer anhaltenden Schwäche des Kapitalmarktes könne der Konzern nur noch den Mindestzins - bei neueren Verträgen 3,25 und bei älteren 4,0 Prozent - garantieren, teilte die Mannheimer am Freitag mit. Die zusätzliche Ausschüttung an die Versicherten war schon für das laufende Jahr auf 5,5 Prozent gesenkt worden. Der Bereich werde in diesem Jahr voraussichtlich einen Verlust ausweisen. Nach einem Strategiewechsel soll sich die Mannheimer Leben künftig auf Risiko-Policen beschränken.

Andere Lebensversicherer hatten wegen der schrumpfenden Renditen am Kapitalmarkt bereits eine drastische Senkung der Überschussbeteiligung angekündigt. Die Gothaer (früher Parion) will 2003 nur noch 5,6 statt 6,9 Prozent auszahlen. Die zur Ergo-Gruppe gehörende Victoria senkt ihren Gewinnsatz auf 5,0 bis 5,2 von 6,8 Prozent. Auch der Branchenführer Allianz Leben, der zuletzt 6,8 Prozent gezahlt hatte, hat eine Senkung angekündigt. Über die genaue Zahl will der Allianz-Leben-Vorstand am Donnerstag kommender Woche entscheiden.

Nach Schätzungen des Branchenverbandes GdV wird die Ausschüttung an die Kunden 2003 im Durchschnitt der Branche auf rund fünf Prozent sinken, einen Prozentpunkt weniger als 2002.

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