„2003 wird ein schweres Jahr": Pandatel landet in der Verlustzone

„2003 wird ein schweres Jahr"
Pandatel landet in der Verlustzone

Das Technologieunternehmen Pandatel ist aufgrund von Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2002 erstmals in die roten Zahlen gerutscht und schließt in diesem Jahr einen erneuten Verlust nicht aus. Dennoch will das Unternehmen wachsen und bereitet mehrere Akquisitionen vor.

Reuters HANNOVER. "2003 wird für uns ein schweres Jahr. Wir brauchen das Jahr noch, um uns zu konsolidieren", sagte Vorstandschef Heinrich-J. Kraus, am Montag anlässlich der Bilanzpräsentation auf der Computer- und Technologiemesse CeBIT in Hannover. Die Hälfte der Probleme seien konjunkturbedingt, die andere Hälfte hausgemacht, sagte der frühere Sony-Manager, der seit November an der Spitze des Hamburger Anbieters von Netzwerksystemen für professionelle Anwender steht. Ein bereits beschlossenes Kostensenkungsprogramm sieht nach den Worten von Kraus den Abbau von zehn bis 15 Prozent der gut 170 Stellen vor.

2002 hatte Pandatel bei einem erwarteten Umsatzrückgang von sieben Prozent auf 28,3 Millionen Euro erstmals einen Verlust von 1,4 Millionen Euro verbucht. Als Gründe nannte Kraus vor allem Neubewertungen von Vorräten und Krediten. Bereinigt um die Einmaleffekte hätte Pandatel mit einem Überschuss von 2,9 Millionen Euro (Vorjahr: 6,2 Mio Euro) abgeschlossen, teilte das Unternehmen mit.

Die unbefriedigende Ertragssituation habe keinen wesentlichen Einfluss auf die solide Bilanzstruktur von Pandatel, sagte Kraus. Die Eigenkapitalquote habe sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2002 auf 94,9 Prozent von zuvor 87,7 Prozent verbessert. Deshalb verfolge Pantadel seinen Expansionskurs weiter und bereite mehrere Akquisitionen vor, sagte Kraus. Bereits in den nächsten Wochen sei mit einer Übernahme zu rechnen. "Wir wollen weiter wachsen und durch den Ausbau des Vertriebs neue Märkte erschließen." Auch das Spektrum des Technologieangebots wolle Pandatel erweitern. "Wir sind mit zwei Unternehmen in konkreten Gesprächen", sagte Kraus.

Die Aktie des am Neuen Marktes notierten Hamburger Unternehmens fiel am Montag um mehr als zwölf Prozent auf 2,80 Euro.

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