2004 Start klinischer Studien mit Krebsantikörpern
GPC Biotech kann mit Antikörper-Studie beginnen

Das vor allem in der Krebsforschung tätige Biotechnologieunternehmen GPC Biotech kann im kommenden Jahr mit klinischen Studien für einen Antikörper zur Krebsbehandlung beginnen.

Reuters MARTINSRIED. GPC habe drei notwendige Genehmigungen für den Antikörper erhalten, teilte das stark defizitäre und im TecDax gelistete Unternehmen am Donnerstag mit. Somit seien die Voraussetzung für die so genannte Phase I der klinischen Entwicklung geschaffen, in der das Mittel auf Dosierung und Nebenwirkung an Patienten geprüft werde. Damit werde voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2004 begonnen. Vorklinische Daten zu dem Antikörper und dessen Wirksamkeit bei verschiedenen Blutkrebsarten will GPC im September vorstellen.

Solange das Unternehmen noch keinen seiner Wirkstoffe bis zur Markteinführung entwickelt hat, ist GPC auf Erlöse aus Kooperation etwa mit dem Pharmakonzern Altana angewiesen. Im ersten Halbjahr hatte GPC noch einen Konzernverlust von elf Mill. ? geschrieben bei einem Umsatz von zugleich nur 11,3 Mill. ?. Die GPC-Aktien gewannen in einem freundlichen Gesamtmarkt bis zum Mittag 2,26 % auf gut 5,40 ?.

Anfang August hatte das in Martinsried bei München ansässige Unternehmen berichtet, bei Tierversuchen mit Mäusen habe der Antikörper gegen verschiedene Blutkrebsarten gute Wirkung gezeigt. Bei allen Tieren sei das Fortschreiten der Krankheit verzögert worden. Einige Tiere seien geheilt worden. Antikörper sind Bestandteile des körpereigenen Abwehrsystems. Sie binden fremde und körpereigene Stoffe, wie etwa Giftstoffe und Viren, und machen sie unschädlich.

Das bislang in der Entwicklung am weitesten fortgeschrittene Medikament von GPC ist das Krebsmittel Satraplatin. Es soll im dritten Quartal 2003 in die Phase III der klinischen Studie kommen, der letzten Phase vor der Markteinführung.

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