2004 wird es für die 11 Institute ernst
Verbundmodelle sind Trumpf

Noch 18 Monate bis zum Big Bang. Ab dem 19. Juli 2005 müssen die Landesbanken ohne staatliche Garantien auskommen, die ihnen bis heute noch Spitzen-Noten bei den Ratingagenturen und dadurch Wettbewerbsvorteile gegenüber den privaten Konkurrenten bescheren.

HB DÜSSELDORF/FRANKFURT/M. Denn die Gewährträgerhaftung, nach der die Länder als Träger für ihre Landesbanken unbegrenzt und uneingeschränkt haften, fällt dann weg. Gemessen werden WestLB & Co danach fast ausschließlich an ihrer eigenen Finanzkraft und Geschäftsstrategie.

Doch schon 2004 wird es für die elf Institute ernst, denn die maßgebliche Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) will definitiv im Sommer ihre fiktiven Ratings für sie veröffentlichen, die den Wegfall der staatlichen Stützen vorwegnehmen. Zwar kamen diese "Als-ob-Einstufungen" schon im November 2003 auf den Markt, und die Beurteilungen waren alles andere als schmeichelhaft. Aber in einer konzertierten Aktion von Bundesbank, Finanzaufsicht und Bundesfinanzministerium wurde die offizielle Bestätigung noch einmal vertagt - eine letzte Schonfrist für die Banken.

Seitdem ist der Druck auf die Landesbanken weiter gestiegen, überzeugende Geschäftsmodelle zu präsentieren. Obwohl der Kompromiss zwischen der Brüsseler EU-Kommission und der Bundesregierung schon seit Juli 2001 bekannt ist, haben viele Bankchefs zu lange diskutiert und gezaudert. Weit fortgeschritten sind die Baustellen in Baden-Württemberg und Hessen- Thüringen. Dort setzt man auf eine relativ enge geschäftliche Verzahnung zwischen Landesbanken und Sparkassen. Weitere Regionen dürften in den nächsten Wochen folgen, etwa Niedersachsen oder Rheinland-Pfalz.

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