2005 sollen schwarze Zahlen geschrieben werden
Medigene verringert Nettoverlust im Halbjahr

Das defizitäre Biotechunternehmen Medigene hat unter anderem durch die Einstellung von Forschungsprojekten im ersten Halbjahr 2003 seinen Verlust erneut deutlich verringert.

Reuters MARTINSRIED. Der Betriebsverlust vor Steuern und Zinsen sei im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 18 Prozent auf 17,4 Millionen Euro gesunken, teilte das im TecDax gelistete Unternehmen am Mittwoch mit. Zudem rechne das in Martinsried bei München ansässige Unternehmen nach wie vor damit, den Verlust im Gesamtjahr 2003 auf rund 30 (Vorjahr 38,87) Mill. Euro reduzieren zu können. Zudem gehe Medigene weiterhin von erstmaligen Erträgen aus der Vermarktung des Krebsmittels Leuprogel 2003 aus.

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung von Medikamentenkandidaten verringerte sich um 28 Prozent auf 13,84 Mill. Euro. Hierzu hat hauptsächlich die Verminderung der Anzahl von Entwicklungsprojekten beigetragen. Medigene hatte etwa im März ein Projekt zur Entwicklung des Tumorimpfstoffes CVLP gegen Gebärmutterhalskrebs eingestellt. Zudem teilte Medigene mit, es werde auch die Entwicklung des HSV-Medikamentes G207 gegen Gehirntumoren anhalten, um die vorhandene Liquidität zu schonen.

Die liquiden Mittel - eine wichtige Kennziffer bei jungen Biotechfirmen, da sie branchenweit auf Grund hoher Kosten und geringer Einnahmen überwiegend eine schwache Kapitaldecke aufweisen - lagen Ende Juni bei 34,9 Mill. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge seien um 14 Prozent auf 1,5 Mill. Euro gesunken. Die Einnahmen stammten aus Zahlungen von den Pharmapartnern Aventis und Schering für die Kostenerstattung bei gemeinsamen Projekten.

Erst 2005 rechnet Medigene nach früheren Angaben mit schwarzen Zahlen. Die angepeilte Ertragswende hänge jedoch davon ab, ob sich für Leuprogel und das gegen Genitalwarzen entwickelte Polyphenon Vermarktungspartner fänden.

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