200 000 Autos pro Jahr sind unrealistisch
Rover-Chef Towers droht Absetzung

dpa-afx LONDON. Dem Vorstandschef der ehemaligen BMW-Tochter Rover, John Towers, droht nach Informationen der "Sunday Times" die Absetzung durch den Aufsichtsrat. Bei einer Dringlichkeitssitzung am 27. Oktober werde sich das weitere Schicksal des Mannes entscheiden, der im Frühjahr mit BMW über die Zukunft des schwer angeschlagenen englischen Auto-Herstellers verhandelt hatte.

Der Aufsichtsrat von Techtronic, der Holding-Gesellschaft der MG Rover, dementierte den Bericht, doch die Zeitung blieb unter Berufung auf einen engen Mitarbeiter von Towers bei ihrer Darstellung.

Demnach stellen die vier Aufsichtsratsmitglieder, die nicht gleichzeitig auch Vorstandsmitglieder sind, drei Forderungen an Towers: Er soll die von ihm angestrebte Jahresproduktion von 200 000 Autos drastisch verringern, den Beschäftigten von Rover 35 % des Firmenkapitals überschreiben und sich endlich klar zu einem möglichen Verkauf von Rover äußern.

Die Quelle "aus dem Umfeld von Towers" erläuterte: "Eine wachsende Zahl von Aufsichtsratsmitgliedern bezweifelt, dass Towers weiter an der Spitze bleiben sollte. (...) Wenn er nicht zugibt, dass das Ziel von 200.  000 Autos im Jahr unrealistisch ist, müssen wir über seine Führungsrolle abstimmen lassen."

Towers ist zusammen mit drei anderen Vorstandsmitgliedern selbst im achtköpfigen Aufsichtsrat vertreten. "So wie ich es verstehe, würde er gebeten, den Raum zu verlassen, und dann würden die sieben verbliebenen Mitglieder geheim abstimmen. Ich bin sicher, dass mindestens vier gegen ihn stimmen würden. Dann wäre er draußen." BMW hatte Rover im Mai für den symbolischen Preis von 10 Pfund an das von Towers geleitete Phoenix-Konsortium verkauft.

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