200 000 Galicier demonstrieren
Spanien erwartet neue Ölflut

Wegen der erwarteten neuen Ölpest an der spanischen Atlantikküste sind die galicischen Fischer in höchster Alarmbereitschaft. Experten äußerten nach Presseberichten vom Donnerstag die Erwartung, dass wahrscheinlich am Freitag eine neue Ölflut die Küste im Nordwesten Spaniens heimsuchen werde.

HBdpa LA CORUNA. Nach Ansicht des spanischen Vizeregierungschefs Mariano Rajoy werden die Fischer die einzigen sein, die mit ihren Booten ein Eindringen der Ölteppiche in die Buchten verhindern könnten. Die großen Ölbekämpfungsschiffe können gegen das im Atlantik treibende Öl aus dem gesunkenen Tanker "Prestige" kaum noch etwas ausrichten, da die Ölteppiche weniger kompakt sind als zu Beginn der Katastrophe.

Mehr als 200 000 Galicier protestierten am Mittwochabend auf Kundgebungen in verschiedenen Städten gegen das Verhalten der Regierung bei der Bekämpfung der Ölpest. Die größte Kundgebung fand in der Hafenstadt Vigo statt, wo 130 000 Menschen den Rücktritt der zuständigen Minister verlangten.

Die Umweltkatastrophe führte zu schweren Spannungen zwischen der Regierung und der Opposition. Der sozialistische Oppositionsführer José Luis Rodríguez Zapatero bezichtigte Ministerpräsident José María Aznar der Lüge, weil er der Bevölkerung nicht die Wahrheit über das Ausmaß der Ölpest gesagt habe. Demgegenüber hielt der konservative Regierungschef dem Oppositionschef mangelnde Solidarität vor. Dies sei ein "schlimmerer Flecken" als das Öl.

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