24-Stunden-Frist für Palästinenser
Israel verschärft nach Bombenanschlag Sicherheitsvorkehrungen

Die Armee sei in höchster Alarmbereitschaft und die Kontrollen besonders an belebten Plätzen verstärkt worden, teilte die israelische Polizei mit.

afp JERUSALEM. Nach dem tödlichen Bombenanschlag in Jerusalem hat Israel die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Die Armee sei in höchster Alarmbereitschaft und die Kontrollen besonders an belebten Plätzen seien vestärkt worden, teilte die israelische Polizei am Freitag mit. Um befürchtete Ausschreitungen am Jerusalemer Tempelberg zu verhindern, werden nur Moslems über 45 Jahre zum traditionellen Freitagsgebet in der Al-Aksa-Moschee gelassen. Die schweren Unruhen hatten Ende September auf dem Tempelberg begonnen. Seither wurden mehr als 170 Menschen getötet, fast alle Palästinenser.

Israel räumte einem Radiobericht zufolge den Palästinensern eine Frist von 24 Stunden ein, um die beschlossene Waffenruhe umzusetzen. Palästinenserpräsident Jassir Arafat und der israelische Minister für regionale Zusammenarbeit, Schimon Peres, hatten sich in der Nacht zum Donnerstag auf einen Waffenstillstand geeinigt. Entgegen der Ankündigung wurde diese Vereinbarung jedoch noch nicht offiziell verkündet. Bei dem Anschlag in Westjerusalem waren am Donnerstag zwei Menschen getötet worden. Die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad bekannte sich zu dem Attentat.

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