24 Stunden lang
Ugandische Armee hielt Priester fest

Ugandische Soldaten haben drei europäische Priester wegen angeblicher Unterstützung von Rebellen für 24 Stunden festgehalten. Wie die Missionars-Nachrichtenagentur MISNA meldete, kamen die zwei katholischen Geistlichen aus Italien und ihr spanischer Kollege am Donnerstagabend in der Ortschaft Gulu im Norden des Landes wieder frei.

dpa/HB NAIROBI/KAMPALA. Einer der Männer sei leicht verletzt. Die Armee hatte die Priester verdächtigt, mit Rebellen der "Widerstandsarmee des Herrn" (LRA) zusammenzuarbeiten. Unter den drei Angehörigen des Comboni-Ordens war auch der Direktor der Agentur MISNA, Giulio Albanese.

Sie waren während eines Angriffs auf ein Lager der Guerillas aufgegriffen worden. Die Geistlichen hatten angegeben, dort vermittelnde Friedensgespräche mit den LRA-Kämpfern zu führen. Ihre Anwesenheit sei dort jedoch führenden Geistlichen nicht bekannt gewesen, hieß es aus Armeekreisen.

Die LRA bekämpft unter Führung des selbst ernannten Propheten Joseph Kony die Regierung von Präsident Yoweri Museveni seit 15 Jahren. Die Rebellen terrorisieren insbesondere den Norden des Landes, wo sie immer wieder gewaltsam Kinder und Jugendliche für ihren Buschkampf rekrutieren. Museveni hat in den vergangenen Wochen mehrfach seinen Willen zu Friedensgesprächen mit den Milizkämpfern bekundet. Doch die Kämpfe zwischen Regierungssoldaten und Rebellen halten unvermindert an.

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