25 Millionen Euro verlangt
Bankgesellschaft geht frühere Manager an

Die Bankgesellschaft Berlin verlangt nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" von elf inzwischen ausgeschiedenen Managern, Vorständen und Aufsichtsräten mehr als 25 Mill. Euro Schadensersatz. Eine entsprechende Klage reichten Bevollmächtigte der Bank am Freitag beim Landgericht in Berlin ein, schreibt der "Spiegel".

dpa BERLIN. Der drohende Zusammenbruch des Kreditinstituts war nur durch eine Garantie des Landes Berlin von bis zu 21,6 Mrd. Euro verhindert wurden.

Den Beschuldigten werde im Wesentlichen vorgeworfen, Objekte überteuert oder ohne Prüfung der tatsächlichen Ertragsaussichten für die Fondsgesellschaften erworben zu haben. Die Bank berufe sich dabei auf hohe Schäden, die der seinerzeit für das Immobilienfondsgeschäft des Konzerns zuständigen Tochter IBG aus dem Ankauf von knapp 4000 Plattenbauwohnungen der Aubis-Gruppe im Jahr 1997 entstanden seien. Der neue Vorstand der Bankgesellschaft behält sich ausdrücklich vor, auch wegen anderer Immobiliengeschäfte Regressforderungen geltend zu machen.

Neben dem früheren Institutchef Wolfgang Rupf werden auch prominente Berliner Politiker wie der ehemalige CDU - Fraktionsvorsitzende Klaus Landowsky und der einstige Baustaatssekretär Hans Görler (SPD) mit Regressforderungen belegt. Daneben sollen der Ex-Landesbankchef Ulf Decken und der vormalige Leiter der Immobilientochter IBG, Manfred Schoeps, zur Kasse gebeten werden.

Juristen zufolge muss nun der Aufsichtsrat des Instituts informiert werden und gegebenenfalls über nachträgliche fristlose Kündigungen entscheiden. Ein derartiger Schritt hätte zur Folge, dass etwa Rupf auf sein Millionengehalt verzichten müsste. Gegen die meisten der nun verklagten Manager laufen bereits strafrechtliche Ermittlungen.

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