25 000 Neukunden im 3. Quartal
DAB Bank hält Verluste in Grenzen

Die DAB Bank hat ihren Verlust im dritten Quartal trotz der Börsenflaute auf dem Niveau der vorangegangenen drei Monate gehalten. Der Verlust nach Steuern vor Minderheitsanteilen sei mit 25,73 (Vorquartal: minus 25,03) Mill. Euro nahezu stabil geblieben, teilte der Online-Broker der Hypo-Vereinsbank am Donnerstag in München mit.

Reuters MÜNCHEN. Darin seien 4,71 Mill. Euro Abschreibungen auf den Geschäftswert der französischen Self Trade und 3,87 Mill. Euro an Sonderaufwand für Informationstechnik enthalten. Vorstand Roland Folz kündigte zugleich an, die DAB Bank Ende November nach vier Jahren zu verlassen.

Vor Jahresfrist hatte die DAB Bank, die damals noch Direkt Anlage Bank hieß, im dritten Quartal 1,02 Mill. Euro Gewinn erwirtschaftet. Für das dritte Quartal 2002 hatten von Reuters befragte Analysten den Verlust nach Steuern und Fremdanteilen auf 24,85 Mill. Euro geschätzt. Angesichts der anhaltenden Verluste hatte HypoVereinsbank-Chef Albrecht Schmidt in einem Magazin-Interview eine Wiedereingliederung der 70-prozentigen Tochter in die HVB nicht ausgeschlossen. Auch Kooperationen mit Konkurrenten seien denkbar.

Die Erträge gingen in den Monaten von Juli bis September im Vergleich zum vorangegangenen Quartal noch einmal um 30 % auf 30,62 Mill. Euro zurück. Der Provisionsüberschuss ging, wie von Analysten erwartet, um ein Fünftel auf 16,25 Mill. Euro zurück, der Zinsüberschuss brach um 41 % auf 7,20 Mill. Euro ein. Sparmaßnahmen hätten den Verlust aber in Grenzen gehalten, hieß es. Die Gesamtkosten seien um 15 % auf 63,58 Mill. Euro reduziert worden. Die Marketingkosten wurden auf 6,6 Mill. Euro fast halbiert.

Im dritten Quartal richteten nach den Angaben netto 25 175 Kunden ein neues Depot bei der DAB Bank ein, im zweiten Quartal waren es noch über 37 000. Insgesamt zählte der Online-Broker DAB Ende September 526 124 Depots. Die DAB-Kunden führten 1,29 Mill. Transaktionen aus, 16 % weniger als im zweiten Quartal. Das von der DAB verwaltete Vermögen schrumpfte auf 10,53 Mrd. von 12,92 Mrd. Euro.

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