265 Mill. DM Verlust - Umsatz deutlich nach oben
UMTS drückt Mobilcom in die roten Zahlen

Die Aufwendungen für die Mobilfunktechnik UMTS und dynamisches Wachstum hätten in den ersten neun Monaten 2000 zu einem negativen Ergebnis von 265,4 Mill. DM geführt, teilte das am Neuen Markt notierte Unternehmen mit.

ap BÜDELSDORF. Die Kosten für den Einstieg in die neue UMTS-Technik und das große Wachstum des Konzerns haben die Telefongesellschaft Mobilcom zum ersten Mal in die roten Zahlen gedrückt: In den ersten neun Monaten machte Mobilcom Verluste von 265,4 Mill. DM (132,7 Mill. Euro) bei einem Umsatz von 3,3 Mrd. DM. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum zweiten Quartal um 58 %, wie die Firma am Donnerstag in Büdelsdorf bei Rendsburg mitteilte. Die großen Verluste waren allein im dritten Quartal angefallen, zur Halbjahresbilanz hatte Mobilcom noch einen Gewinn von rund 30 Mill. DM ausgewiesen.





 Mobilcom intraday



Der Konzern führt die Verluste vor allem auf die ersten Aufwendungen für den Einstieg in den UMTS-Markt zurück. Mobilcom hatte zusammen mit Partner und Anteilseigner France Telecom im August eine der UMTS-Lizenzen für rund 16,3 Mrd. DM ersteigert. Nun seien dafür Zinsen, Bankgebühren, sowie Personal- und Sachaufwendungen fällig geworden, wie Mobilcom erklärte. Das Unternehmen hatte vor wenigen Wochen einen nach eigenen Angaben sehr vorteilhaften Vertrag mit dem schwedischen Hardware-Hersteller Ericsson über den Aufbau eines UMTS-Netzes abgeschlossen.

Im angestammten Mobilfunk- und Festnetzgeschäft hat Mobilcom in den ersten drei Quartalen ausgebaut: 2,27 Mill. Neukunden wurden gewonnen, was ein Wachstum von 69 % bedeute. 555 Mill. DM wurden in das Wachstum investiert. Ende September hatte Mobilcom damit 3,3 Mill. Mobilfunk-Kunden. Im Internet verzeichnet die Tochter freenet.de bis Ende September 5,9 Mrd. Minuten Verweilzeit. Bei der Festnetztelefonie stieg die Kundschaft von 603 000 zu Jahresbeginn auf 832 000.



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