28,35 Dollar je Barrel
Kriegsangst: Rohölpreis steigt auf Jahreshoch

Angesichts der wachsenden Spekulationen um einem möglichen Militärschlag der USA in Irak ist der Ölpreis am Freitag auf seinen bisher höchsten Stand seit zwölf Monaten geklettert.

Reuters LONDON. An der Londoner Warenterminbörse stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober um 69 Cent auf 28,35 Dollar, dem höchsten Stand seit September vergangenen Jahres.

Händler begründeten den Anstieg vor allem mit Spekulationen, US-Präsident George W. Bush könnte in der kommenden Woche dem Irakischen Präsident Saddam Hussein ein Ultimatum stellen. Die Gerüchte hätten einige Händler zum Kauf angereizt, sagte Nauman Barakat von der Fimat International Banque. Sie würden nun auf den richtigen Zeitpunkt warten, um Gewinne einzustreichen, wenn sich die Gerüchte bestätigten. "Aber es gab bisher noch nicht viele Fakten", fügte Barakat hinzu.

Bereits in den vergangenen Wochen hatten die Ölpreise angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Irak angezogen. Rund zwei Drittel der weltweiten Ölreserven liegen im Nahen Osten. Auch im Irak, der zurzeit nur gegen Lebensmittel eine festgelegte Menge exportieren darf, lagern große Ölvorräte. Sollte es zu einem Krieg gegen die Regierung in Bagdad kommen, könnte dies nach Einschätzung von Analysten die Versorgung mit Öl gefährden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%