280 Millionen Mark Schulden
Könemann-Verlag vor dem Aus

Die Könemann Verlagsgesellschaft, mit 220 Millionen Mark Jahresumsatz einer der zehn größten deutschen Buchverlage, hat am vergangenen Freitag beim Amtsgericht Köln Insolvenz beantragt.

mae DÜSSELDORF. Dies bestätigte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Wirtschaftswoche. Nach Informationen aus Bankenkreisen soll sich der von Ludwig Könemann 1993 geründete Verlag bei seiner Expansion in Osteuropa übernommen und inzwischen etwa 280 Millionen Mark Schulden angehäuft haben. Besonders bitter ist der Insolvenzantrag für die Münchner Verlagsgruppe Langenscheidt.

Erst im April 2001 hatte Verleger Andreas Langenscheidt zusammen mit der IKB Beteiligungsgesellschaft die Mehrheit an dem Spezialisten für Bildbände übernommen. Rund 60 Millionen Mark soll Langenscheidt für die Anteile bezahlt haben. Damals sah er eine "exzellente Zukunft" für Könemann und pries das Unternehmen als "neues starkes Standbein unserer Gruppe."

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