2 000 Beschäftige demonstrierten in Frankfurt
Schwierige Bau-Tarifverhandlungen

Zur möglicherweise entscheidenden Bau-Tarifrunde in Frankfurt haben am Freitag etwa 2 000 Beschäftigte vor dem Verhandlungsort für höhere Löhne demonstriert.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Vorsitzende der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Klaus Wiesehügel, sprach von schwierigen Verhandlungen. Den Arbeitgebern warf er vor, die Arbeitsbedingungen verschlechtern zu wollen. "Ich werde bis zuletzt versuchen, einen Tarifvertrag hinzukriegen, aber nicht zu jedem Preis", rief er den Demonstranten zu.

Die IG BAU fordert 4,5 % mehr Lohn und Gehalt für die 950 000 Beschäftigten in der Baubranche. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt. "Wir müssen erst die Lohnstrukturen intensiv diskutieren", sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Thomas Bauer. Erst wenn dadurch Spielräume geschaffen würden, könne über Lohnerhöhungen geredet werden. Die Arbeitgeber wollten ein Ergebnis, betonte Bauer. Einen Streik könne das Baugewerbe nicht gebrauchen.

Bundesweit beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben 15 000 Bauarbeiter an Protestaktionen. Dazu gehörten "spontane Arbeitszeitverkürzungen und flexibler Wochenendbeginn". Die etwa 2 000 Demonstranten in Frankfurt waren aus dem ganzen Bundesgebiet angereist. Sie riefen "4,5 sonst streiken wir" und "Jetzt geht's los". IG-BAU-Chef Wiesehügel kündigte an, die Tarifauseinandersetzung auf den Baustellen weiterzuführen, falls es keine Einigung gebe.

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