3:0 gegen Moskau: BVB bleibt in Reals Windschatten

3:0 gegen Moskau
BVB bleibt in Reals Windschatten

Borussia Dortmund hat seine Viertelfinal-Chance in der Champions League eindrucksvoll gewahrt, im Fernduell mit Real Madrid aber keinen Boden gutmachen können. Der deutsche Meister gewann am Mittwochabend in seinem 150. Europacup-Spiel gegen Lokomotive Moskau mit 3:0 (1:0), liegt aber im Kampf um Platz zwei in der Zwischenrunde weiter einen Punkt hinter dem spanischen Rekord- Champion zurück.

HB/dpa DORTMUND. Vor 48 000 Zuschauern im Westfalenstadion erzielten Torsten Frings (39.), Jan Koller (58.) und Marcio Amoroso (66.) die Tore zum hoch verdienten Sieg für den BVB, der zum Einzug ins Viertelfinale am kommenden Dienstag allerdings einen weiteren Erfolg bei Tabellenführer AC Mailand (18.45 Uhr) benötigt und gleichzeitig auf einen Ausrutscher der Madrider in Moskau hoffen muss.

Vier Tage nach der mit einer desolaten Leistung in Mönchengladbach verspielten Titelverteidigung in der Bundesliga betrieben die Dortmunder Wiedergutmachung bei ihren Fans und kämpften mit Elan um ihre letzte internationale Chance. Auch ohne den weiter verletzten Regisseur Tomas Rosicky spielte der BVB stark auf und kontrollierte gegen die sehr defensiv eingestellten Russen klar das Geschehen. Der laufstarke Koller (7.) mit einer Direkt-Abnahme und Ewerthon (14.) verpassten erste Möglichkeiten zur Führung. Der Pfosten des Lokomotive-Tores stand in der 32. Minute dem 1:0 der Dortmunder im Weg, als Sebastian Kehl von der Strafraumgrenze abgezogen hatte.

Folgerichtig fiel sechs Minuten vor der Pause die hoch verdiente BVB-Führung durch Frings, der sich nach einer zu kurz abgewehrten Ecke aus 22 Metern ein Herz fasste und Sergej Owtschinnikow im Moskauer Tor keine Chance ließ. Bis zum Halbzeitpfiff hätten Ewerthon, Koller und Evanilson das Resultat noch weiter ausbauen können. Marcio Amoroso wirkte bei seinen Aktionen eine Halbzeit lang etwas glücklos. Doch dann taute der Brasilianer, der erstmals nach seinem Aussetzer beim 1:1 gegen Real Madrid von Trainer Matthias Sammer wieder aufgeboten wurde, immer mehr auf und überzeugte auch als Torschütze.

Die Abwehr der Westfalen, in der Dede wegen einer Schienbeinprellung frühzeitig durch Ahmed Madouni (20.) ersetzt werden musste, wurde von den Gästen kaum gefordert. Dennoch musste Torhüter Jens Lehmann in der 48. Minute sein ganzes Können aufbieten, um einen abgefälschten Schuss von Marat Ismailow über die Latte zu lenken. Zehn Minuten später beseitigte das siebte Champions-League- Tor von Koller die letzten Zweifel am Dortmunder Erfolg. Der Tscheche drückte eine Hereingabe von Amoroso aus kurzer Distanz über die Linie. Dann kam auch der Brasilianer zu seinem Erfolgserlebnis, als er Owtschinnikow aus 18 Metern zum 3:0 überwand. Damit blieb der BVB im zehnten Champions-League-Spiel in dieser Saison erstmals ohne Gegentor.

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