3:1 gegen Juventus Turin in der Champions League
Leverkusen wahrt Viertelfinal-Chance

Bayer 04 Leverkusen hat sich mit einem 3:1 (1:0) gegen Juventus Turin die Chance auf den Viertelfinal-Einzug in der Champions League bis zum letzten Zwischenrunden-Spiel offen gehalten.

dpa LEVERKUSEN. Trotz eklatanter Personalprobleme kam der Bundesliga- Spitzenreiter durch einen verwandelten Foulelfmeter von Torwart Hans- Jörg Butt (23.) sowie den Treffern von Thomas Brdaric (71.) und Joker Marko Babic (90.) zum vollauf verdienten Erfolg.

Da sich überraschend Deportivo La Coruna bei Arsenal London durchsetzte, kommt es am nächsten Mittwoch zum Rechenschieber-Finale um den Einzug ins Viertelfinale, das Leverkusen mit einem Sieg in La Coruna aus eigener Kraft erreichen kann. Dagegen sind die Chancen von Juventus Turin, das zwischenzeitlich durch den Kroaten Igor Tudor (61.) ausgeglichen hatte, minimal.

Überschattet wurde der Auftritt der Leverkusener von einer möglicherweise schwerwiegenden Verletzung ihres Kapitäns Jens Nowotny. Der Nationalspieler schied bereits nach zwölf Minuten mit einer Bänderverletzung im linken Sprunggelenk aus, nachdem er im Zweikampf mit Nicola Amoruso ohne Verschulden des Gegenspielers umgeknickt war. Für Nowotny schlüpfte Carsten Ramelow in die Rolle des Kapitäns und Abwehrchefs.

Der Bundesliga-Spitzenreiter steckte den personellen Rückschlag zunächst ebenso problemlos weg wie die Ausfälle der Leistungsträger Michael Ballack (Halsschmerzen), Oliver Neuville (Fußverletzung) und des gesperrten Boris Zivkovic. Die "zweite Reihe" agierte entschlossen und war in der ersten Halbzeit die deutlich bessere Mannschaft. Dagegen verschlief der italienische Rekordmeister, der unter anderem die Superstars Alessandro del Piero, Lilian Thuram und Edgar Davids ersetzen musste, den ersten Durchgang völlig.

Doch nur einmal nutzten die Leverkusener in dieser Phase die mitunter eklatanten Abwehrschwächen der Gäste aus. Nachdem zunächst Antonio Conte ein kapitaler Fehlpass unterlaufen war, konnte Cristian Zenoni den durchgebrochenen Brdaric nur auf Kosten eines Fouls stoppen, das der dänische Schiedsrichter Kim Nielsen in den Strafraum verlegte. Butt ließ sich in Vertretung des etatmäßigen Schützen Ballack nicht zwei Mal bitten und vollstreckte sicher zum 1:0.

Die Führung hätte zur Pause schon beruhigender ausfallen können, doch Italiens Nationalkeeper Gianluigi Buffon verhinderte bei einem Berbatow-Kopfball (3.) und einem Sebescen-Schuss (21.) weiteres Unheil. Kurz vor der Halbzeit rettete Conte in höchster Not vor dem einschussbereiten Berbatow.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Kräfteverhältnis auf dem Platz. Juventus kam mit zwei neuen Kräften und bemühte sich nun um den Ausgleich, Leverkusen hielt dagegen - ein offener Schlagabtausch begann. Nachdem zunächst Yildiray Bastürk zwei Kontermöglichkeiten für Bayer ausließ, kam Juve mit der ersten nennenswerten Chance zum 1:1, als der eingewechselte Tudor Berbatow übersprang und einköpfte.

Doch der Bundesligist zeigte Moral, hielt dagegen und schlug nach 71 Minuten durch Brdaric zurück. Der 27-Jährige köpfte unbedrängt eine Freistoßflanke von Ze Roberto ein. Der Brasilianer bereitete in der Schlussminute auch noch den Treffer von Babic mustergültig vor.

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