3:2 gegen Lettland
Wayne Hynes schießt Zach-Team ins Eishockey-Viertelfinale

Wayne Hynes hat die deutsche Eishockey- Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Schweden ins Viertelfinale geschossen.

dpa/KARLSTAD. Dank des Treffers des Mannheimers 33 Sekunden vor Spielende glückte den Schützlingen von Bundestrainer Hans Zach 24 Stunden nach dem 1:3 gegen Olympiasieger Kanada am Freitag vor 4278 Zuschauern in Karlstad ein 3:2 (1:1, 0:1, 2:0)-Sieg gegen Lettland.

Damit zog die deutsche Mannschaft vor dem abschließenden Spiel gegen den Olympia-Zweiten aus den USA am Sonntag (15.15 Uhr/Premiere live) und zum zweiten Mal nach dem WM-Heimspiel im vorigen Jahr in Deutschland in die Runde der besten acht Teams ein.

In der Schlussminute schoss Hynes den kaum noch für möglich gehalten Siegtreffer, nachdem WM-Neuling Boris Blank in der 54. Minuten den 2:2-Ausgleich markiert hatte. Nach den zwei deftigen Niederlagen 1997 in Tampere (0:8) und 1998 in Basel (0:5) drohte der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) im dritten WM-Duell mit Lettland die dritte Niederlage.

Torhüter Marc Seliger, der zu oft Unsicherheiten und Abstimmungsprobleme der Verteidiger ausbüglen musste, verhinderte mit einer erneut ausgezeichneten Vorstellung Schlimmeres. Im Angriff fehlten bis zur Schlussphase Entschlossenheit und Durchschlagskraft, um die spieltechnisch besseren Letten in die Knie zu zwingen.

Wegen der Personalprobleme musste Zach erneut improvisieren. Tobias Abstreiter musste wegen einer Sprunggelenkverletzung das Turnier endgültig beenden. Wie gegen die Kanadier vertrat der leicht an der Schulter angeschlagene Benda den Mittelstürmer aus Kassel, der am Samstag den Heimflug antritt und sich am Montag in München wegen des Verdachts auf Riss des Syndesmosebands untersuchen lässt. Vor der Partie gegen die Balten hatte Zach Tomas Martinec (Iserlohn), David Sulkovsky (Nürnberg) und Nico Pyka (Berlin) per Telefon "alarmiert", sich für den Fall des Viertelfinaleinzugs als Nachrücker bereit zu halten.

Der Plan des DEB-Trainers, wie beim 4:1-Sieg bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City die spiel- und laufstarken Letten mit aggressivem Zweikampfverhalten in Schach zu halten, ging zunächst nicht auf. Der vorjährige WM-13. legte bei Spielbeginn ein enormes Tempo vor und ging durch den in Dänemark beschäftigten Alexander Semjonows schnell in Führung. Das DEB-Team erholte sich erst spät von dem frühen Schock: Eine Minute vor der Pausensirene glückte Kapitän Rumrich mit seinem 25. Tor der Ausgleich.

Auch im zweiten Abschnitt erwischten der Gegner den besseren Start. Schweden-"Legionär" Belawskis nutzte eine Strafzeit von Len Soccio zum 2:1 für die vom Schweden Curt Lindström trainierten Letten, die in der 36. Minute Glück hatten, als WM-Neuling Boris Blank eine Riesenchance kläglich vergab. Die Letten bestimmten weiter die Partie und besaßen Sekunden vor Drittelende die beste Möglichkeit zum dritten Tor, doch Seliger stoppte mit einer Klasseparade den anstürmenden Alexander Kercs von den Berlin Capitals.

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