3 bis 5 Prozent Wachstum für das Gesamtjahr erwartet: Asien und Osteuropa kleben mit Tesa

3 bis 5 Prozent Wachstum für das Gesamtjahr erwartet
Asien und Osteuropa kleben mit Tesa

Die Beiersdorf-Tochter Tesa hat ihren Umsatz im ersten Quartal hauptsächlich dank eines deutlichen Wachstums in Asien und Osteuropa gesteigert. Einem Börsengang des Klebebandherstellers in den nächsten zwei bis drei Jahren erteilte Vorstandschef Dieter Steinmeyer am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt eine klare Absage.

Reuters FRANKFURT. In den ersten drei Monaten 2003 sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu konstanten Wechselkursen um 8 Prozent gestiegen, teilte die Tochter des Hamburger Kosmetikkonzerns mit. Dabei kompensierte das Wachstum in Asien und Osteuropa von mehr als 25 Prozent die etwas schwächere Wachstumsrate in Westeuropa, die bei 4,1 Prozent lag. Alleine in Japan habe Tesa vor allem dank seiner Klebeanwendungen für digitale Kameras ein Wachstum von 30 Prozent verzeichnet, sagte der Vorstandschef.

"Für das Gesamtjahr rechnen wir mit 3 bis 5 Prozent Wachstum", kündigte Steinmeyer an. Die Umsatzrendite solle bei deutlich über 5 Prozent liegen. Unterstützt werde diese Prognose durch die erfolgreiche Einführung neuer Produkte wie das Tesa-Pollenschutzgitter. "Wir haben damit eine Handelsreaktion gehabt, wie wir sie überhaupt nicht kannten."

In dem ersten vollen Geschäftsjahr in der neuen Organisationsform als Aktiengesellschaft steigerte Tesa seinen Umsatz entgegen dem rückläufigen Markttrend um 5 Prozent auf 693 Mill. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag 2002 bei 26 Mill. Euro, ein Plus von 27 Prozent. Die Umsatzrendite erreichte 3,8 Prozent. Der Anteil neuer Produkte am Umsatz belief sich 2002 bereits auf 40 Prozent.

Beiersdorf hatte seinen Umsatz 2002 um 4,4 Prozent auf 4,742 Mrd. Euro gesteigert. Das Ebit kletterte auf 470 Mill. Euro von 466 Mill. Euro. Damit hatte der Nivea-Hersteller seine eigenen Planungen leicht übertroffen

.

Ein Börsengang von Tesa sei in den nächsten zwei bis drei Jahren kein Thema, betonte Steinmeyer. "Für Beiersdorf wäre ein Börsengang jetzt nicht sinnvoll." Voraussetzung für einen möglichen Gang an den Kapitalmarkt sei eine Umsatzrendite von 8 bis 10 Prozent. Noch im vergangenen Jahr war ein Börsengang von Tesa möglicherweise für 2004 oder 2005 erwogen worden. Auch Finanzinvestoren seien an Tesa interessiert, sagte Steinmeyer. "Warum sollte man aber etwas, das wächst, an Finanzinvestoren abgeben, das wäre weggeben ohne Not", sagte der Tesa-Chef mit Blick auf den Beiersdorf-Konzern, der Tesa komplett hält. Auch Zukäufe schloss Steinmeyer aus: "Wir wollen gar nicht akquirieren, weil wir uns nur Probleme reinholen."

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