3. European Banking Technology Fair in Frankfurt
E-Banking verändert die Finanzwelt

Auf der 3. European Banking Technology Fair dreht sich ab Dienstag alles um die neuesten Technologietrends der Finanzbranche. Die Herausforderungen, denen sich die Institute stellen müssen, sind vielfältig.

HB FRANKFURT. Es ist ein regelrechter Orkan, der durch die Etagen der angestammten Banken tobt. Die Informationstechnologie revolutioniert die Bankwirtschaft und ihre Kundenbeziehungen in schnellerem Tempo als je zuvor. Das "New Banking" bringt zahllose Herausforderungen mit sich und wirft viele Fragen auf: Wie kommunizieren Kreditinstitute und Kunden in Zukunft miteinander? Welche Vertriebskanäle eröffnen die neuen Technologien? Wie sieht die Bankfiliale der Zukunft aus? Antworten auf diese und viele andere Fragen zur Zukunft des Bankgeschäfts will vom 31. Oktober bis 2. November die European Banking Technology Fair 2000 (EBTF) in Frankfurt geben, die sich in kürzester Zeit zur europäischen Leitmesse für die Technologietrends der Branche entwickelt hat.



Handy soll zum bequemen Endgerät für Bankkunden werden



Schlagworte wie E-Commerce und Mobile Banking sind in der Branche nicht ohne Grund in aller Munde. "Electronic Banking wird in kurzer Zeit die gesamte Finanzwelt verändern - vom Kundenkontakt über den Bildschirm bis zur Geschäftsabwicklung", sagte Petra Kiesewetter, Projektleiterin der EBTF, vor der Eröffnung. Im Mittelpunkt werden dort vor allem IT-Lösungen für Vertrieb und Geschäftsabwicklung stehen, kündigt sie an. Die Brokat Infosysteme AG zum Beispiel will das Programm "E-Finance" vorstellen. Der Spezialist für Standardsoftware im E-Business hat ein Paket von Standardmodulen geschnürt, das das Kredit- und Versicherungsgeschäft auf eine elektronische Basis stellen. Das Handy soll sich dabei zum bequemen Endgerät für Bankkunden entwickeln: Kontoabfragen, aber auch Transaktionen erledigt der Kunde damit unterwegs - abgesichert durch die digitale Signatur, die via Mobilfunk übermittelt wird.



"Die Zukunft liegt im Home- und Mobile-Banking"



Aber auch die Zukunft der Bankfilialen wird ein großes Thema sein. Für Uwe Freese, Marketingleiter der Synfis AG, ist klar: "Die Zukunft liegt im Home- und Mobile-Banking. In fünf Jahren geht keiner mehr in seine Geschäftsstelle, um einen Überweisungsträger auszufüllen." In immer weniger werdenden und dünner besetzten Geschäftsstellen werde in Zukunft die Technik dafür sorgen, dass dem Kunden trotzdem das Know-how der Bank für komplizierte Geschäfte zur Verfügung steht. Allein oder gemeinsam mit einem Vertriebsmitarbeiter werde der Kunde an einem Terminal per Mausklick die Verbindung zu einem Spezialisten herstellen und sich online beraten lassen sowie den Vertragsabschluss vollziehen. Synfis will auf der Messe dafür ein Video-Konferenz-System präsentieren.



Insgesamt werden auf der Messe, auf der die Sicherheit des E-Banking sowie die Verbesserung der Geschäftsprozesse insbesondere im Zahlungsverkehr weitere beherrschende Themen sein werden, auf 30 000 Quadratmetern 450 Aussteller aus 16 Ländern und damit rund 20 % mehr als bei der zweiten Auflage des Branchentreffs im Vorjahr vertreten sein. Parallel zur Ausstellung werden mehr als 60 Expertengespräche und Workshops angeboten. Die Veranstalter rechnen mit 8 000 Fachbesuchern. Am 30. Oktober steht zuvor zudem ein Fachkongress auf dem Programm, auf dem verschiedene Aspekte des Themas E-Banking ausführlich diskutiert werden.

Marc Renner  Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Marc Renner
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