30 bis 40-jähriger Mann in einem Kombi ist aufgefallen
Zwei Kleinkinder vermisst - Ermittler befürchten Entführung

Nach dem spurlosen Verschwinden von zwei kleinen Kindern in Erlangen befürchten die Ermittler ein Verbrechen. "Wir müssen davon ausgehen, dass die beiden entführt wurden", sagte Peter Hußnätter von der Erlanger Polizei auf einer Pressekonferenz am Freitag.

dpa ERLANGEN. Der zweijährige Samuel und die gleichaltrige Alba waren am Donnerstag aus einem Mehrfamilienhaus im Osten der mittelfränkischen Stadt verschwunden. Von ihnen fehlt seitdem jede Spur.

Auch Hubschrauber, Wärmebildkameras und eine Hundestaffel wurden bei der Suche nach den beiden Kleinkindern eingesetzt. Inzwischen hat die Polizei eine Sonderkommission gegründet und eine Belohnung in Höhe von 10 000 Euro ausgesetzt.

Zeugen wollen die Kinder am Donnerstagmittag noch in der Nähe ihres Wohnhauses auf der Straße gesehen haben. Dabei war ihnen ein etwa 30 bis 40 Jahre alter Mann in einem Kombi aufgefallen, der sich ihnen zunächst im Fahrzeug genähert und später mit ihnen gesprochen haben soll. "Wir müssen davon ausgehen, dass die Kinder in das Auto gestiegen sind oder gezogen wurden", erklärte Hußnätter.

Die Polizei gehe inzwischen mehr als 60 Hinweisen aus der Bevölkerung nach und prüfe auch mögliche Parallelen zum Fall Peggy, sagte Hußnätter. Das Mädchen war vor fast einem Jahr aus dem oberfränkischen Lichtenberg spurlos verschwunden.

Unterdessen herrscht unter den Einwohnern Erlangens Angst und Nervosität. "Ich bin total hilflos und habe um Angst um meine kleine Tochter", sagte ein junger Vater. Schließlich könne er sein Kind nicht auf Schritt und Tritt verfolgen.

Auch die 13-jährige Vanessa ist entsetzt. "Ich laufe eigentlich nie alleine rum und gehe jetzt erst recht nur noch in einer Gruppe aus dem Haus. Aber trotzdem habe ich Angst", sagte das Mädchen.

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