30 Jahre alter Marokkaner sitzt bereits in Haft
11. September: Bundesanwalt erhebt weitere Anklage

Generalbundesanwalt Kay Nehm hat am Freitag eine weitere Anklage wegen der Terroranschläge vom 11. September 2001 erhoben.

Reuters KARLSRUHE. Im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA hat Generalbundesanwalt Kay Nehm am Freitag Anklage gegen einen in Hamburg in Untersuchungshaft sitzenden Marokkaner erhoben.

Der im Oktober vorigen Jahres in der Hansestadt verhaftete 30-Jährige Abdelghani Mzoudi werde beschuldigt, als Mitglied der so genannten Hamburger Zelle die Anschläge in den USA unter anderem auf das World Trade Center in New York unterstützt zu haben, teite die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Freitag mit. Die Anklage laute auf Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Beihilfe zum Mord in 3066 Fällen. Mzoudi gilt als Freund des Marokkaners Mounir El Motassadeq, den das Oberlandesgericht Hamburg im Februar im weltweit ersten Prozess wegen der Anschläge vom 11. September zur Höchststrafe von 15 Jahren Gefängnis verurteilt hatte.

Nehm hatte die Anklage gegen Mzoudi bereits damals angekündigt. Nach den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gehörte Mzoudi zu der Hamburger Gruppe um die Attentäter Mohamed Atta, Marwan Alshehhi und Ziad Jarrah, die bei den Anschlägen mit Passagierflugzeugen ums Leben gekommen waren. Mzoudi sei bis zuletzt in die Anschlagsvorbereitungen eingebunden gewesen.

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