30 Menschen verletzt
Deutsche Soldaten bei Bus-Explosion in Kabul getötet

Bei der Explosion eines Busses in Kabul sind am Samstag nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums zwei Bundeswehrsoldaten getötet worden. Die afghanische Polizei sprach dagegen von fünf toten deutschen Soldaten.

Reuters BERLIN/KABUL. Insgesamt rund 30 Menschen seien verletzt worden, zehn davon schwer, teilte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin mit. Unter den Verletzten seien auch afghanische Passanten. Weitere Einzelheiten über den Hintergrund der Explosion lagen zunächst nicht vor. Mehrere Augenzeugen sagten, sie hätten Blut und zerbrochene Fensterscheiben auf der Fahrbahn gesehen. Deutschland führt derzeit gemeinsam mit den Niederlanden die ISAF, die nach dem Ende der radikal-islamischen Taliban-Regierung Ende 2001 in Kabul und am nahen Flughafen für Sicherheit sorgen soll.

Rund 2500 der 4500 ISAF-Soldaten werden von der Bundeswehr gestellt. Die Truppe wurde in der Vergangenheit mehrfach angegriffen. Zuletzt waren Ende Mai ein deutscher Soldat bei einer Minenexplosion getötet und ein weiterer verletzt worden. Insgesamt sind bisher mindestens 13 deutsche Soldaten in Afghanistan getötet worden, die meisten nicht im Kampf. Angriffe auf die ISAF waren in jüngster Zeit Anhängern des gestürzen Taliban-Regimes angelastet worden. Zudem werden die ausländischen Truppen in Afghanistan von verschiedenen Warlords bekämpft.

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