30 Prozent Aufschlag zum Aktienkurs
Berna Biotech will Rhein Biotech übernehmen

Die Schweizer Berna Biotech will die am Nemax50 gelistete niederländische Rhein Biotech übernehmen.

Reuters BERN. Berna bietet nach eigenen Angaben vom Donnerstag 68,50 Euro je Rhein-Aktie. Davon will Berna 33,75 Euro in bar, den Rest in Berna-Aktien entrichten.

Im Hauptbereich Impfstoffe dürften die Firmen 2002 gemeinsam auf einen Umsatz von rund 140 Millionen Euro kommen. Bis im Jahr 2005 will Berna zusammen mit Rhein den Impfstoff-Umsatz auf rund 300 Millionen Euro ausbauen und damit zu einem der bedeutendsten Anbieter weltweit werden. Berna und Rhein ergänzten sich hervorragend, wie es weiter hiess. Berna erziele 89 Prozent des Umsatzes in Europa. Rhein Biotech verfügt in Europa nur über einen Umsatzanteil von zehn Prozent.

Die Transaktion dürfte Ende Juli oder Anfang August 2002 abgeschlossen werden. Die Integration der beiden Firmen solle bis im vierten Quartal 2002 vollzogen werden. Hauptsitz des neuen Unternehmens mit 965 Mitarbeitern sei Bern. Das Rhein-Management unterstütze den Zusammenschluss. Berna CEO Kuno Sommer solle Chef des neuen Unternehmens werden. Rhein CEO Daan Ellens werde stellvertretender CEO.

Berna will die Übernahme teilweise mit einer Kapitalerhöhung finanzieren. Berna will, wie bereits mitgeteilt, der Generalversammlung vom 28. Mai die Schaffung von genehmigtem Aktienkapital mit einem Nennwert von fünf Millionen sfr vorschlagen. Zudem sollen die Aktien im Verhältnis eins zu 25 gesplittet werden. Berna hatte Anfang Mai weiter erklärt, dass das Kapital zusammen mit der per Ende Jahr ausgewiesenen Liquidität von rund 250 Millionen sfr dazu dienen solle, die Produktpipeline voranzutreiben und bei Bedarf rasch auf Übernahme- und Akquisitionsmöglichkeiten reagieren zu können.

Den damaligen Angaben zufolge erwartete Berna für das Jahr 2002 einen Umsatz von rund 200 Millionen sfr. 2001 erzielte Berna einen Gewinn von 41,4 Millionen sfr nach einem Verlust von 22,9 Millionen sfr in 2000. Der Umsatz wuchs vor allem wegen der ausserordentlichen Verkäufe im Bereich Pockenimpfungen um 52 Prozent auf 303,8 (Vorjahr 199,6) Millionen sfr.

Rhein Biotech hatte kürzlich bekräftigt, dass der Umsatz 2002 um etwa 15 bis 20 Prozent ansteigen solle und ein Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau erwartet werde. 2001 hatte das Unternehmen einen Umsatz von 82,3 Millionen Euro und einen Jahresüberschuss von 6,8 Millionen Euro ausgewiesen. Rhein Biotech ist der weltweit drittgrößte Hepatitis-B-Impfstoffhersteller und liefert seine Produkte grösstenteils an öffentliche Organisationen.

Die Rhein Biotech-Aktie hatte am Mittwoch 7,1 Prozent fester auf 53 Euro geschlossen.

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