30 Prozent weniger als im Vorjahr
Asylbewerberzahlen erreichen neuen Tiefstand

Die Zahl der Asylbewerber ist im Mai auf den niedrigsten Stand seit 16 Jahren gesunken. Wie das Bundesinnenministerium am Freitag mitteilte, beantragten nur noch 3 758 Flüchtlinge Asyl, 6,3 % weniger als im April und 29,7 % weniger als im Vorjahresmonat.

HB/dpa BERLIN. In den ersten fünf Monaten sank die Zahl der Asylanträge im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Viertel. Deutlich zurück gingen die Anträge irakischer Asylbewerber. Waren es im Januar noch 1 022, sank ihre Zahl im Mai auf nur noch 244.

Von Januar bis Mai beantragten 22 765 Flüchtlinge Asyl. Davon kamen 2841 aus der Türkei und 2803 aus dem Irak. Danach folgten Serbien und Montenegro (2057) und die Russische Föderation (1205).

Die Anerkennung verharrt auf einem extrem niedrigen Stand. Von Januar bis Mai traf das Bundesamt für die Anerkennung der ausländischen Flüchtlinge 41 572 Entscheidungen. Nur 808 Personen oder 1,9 % erhielten den Asylstatus. Abgelehnt wurden 69,8 % der Anträge. Bei 1 165 Anträgen erkannte das Bundesamt auf Abschiebeschutz oder Abschiebehindernisse, weil den Flüchtlingen in ihrer Heimat Gefahren für Leib und Leben drohten.

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