300 DM für die Akquise eines Neukunden
Keine Dumping-Preise für Handys mehr

Seit Februar müssen Handy-Kunden für ihr Prepaid-Paket wieder tiefer in die Tasche greifen. Inwieweit sich die gekürzten Subventionen auch auf Vertragskunden ausweiten, ist noch nicht ganz klar.

D2 Vodafone fährt die Subventionen für Prepaid-Pakete in zwei Schritten zurück. Nach der ersten Teuerung im Februar, "wird in einem zweiten Schritt im Herbst die Subvention der Prepaid-Handys zurückgeschraubt", erläutert D2 Vodafone-Pressesprecher Christian Schwolow gegenüber Handelsblatt.com. Ob dieses Konzept auch auf Vertragskunden übertragen wird, ist bei D2 noch nicht ganz klar. Auszuschließen sei dies aber nicht. Wesentliches Ziel für D2 Vodafone sei es, sich im Hinblick auf die UMTS-Einführung eine breite Kundenbasis aufzubauen. "Zur Cebit hatten wir 20,7 Millionen Kunden", so Schwolow weiter. Die Wachstumskurve flache zwar allmählich ab, aber man habe das Ziel erreicht. Im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit müsse man deshalb die Kosten für Neuakquisitionen reduzieren, was im Prepaid-Bereich nun umgesetzt werde.

Bei D1 werden die Prepaid-Handys ebenfalls teurer. Für das preiswerteste Prepaid-Paket muss der Kunde jetzt 129 DM auf den Tisch legen. Kunden der Xtra-Sets müssen mit 50 DM mehr pro Prepaid-Paket rechnen. "Die gekürzten Subventionen im Prepaid-Bereich geben uns mehr Spielraum, attraktive Angebote zu entwickeln oder unsere Serviceleistungen auszubauen, um damit die Kunden zu binden", sagt Andrea Fey, Pressesprecherin von T-Mobil. Auf die Frage, ob die Subventionen auch die langfristigen Vertragskunden betreffen werden, antwortet Fey, dass die Postpaid-Handys bei D1 doch schon unterschiedlich subventioniert würden und es nicht nur das Handy für 1 Mark gebe.

Auch E-plus dreht an der Subventionsschraube. "Wenn D1 und D2 die Subventionen kürzen, ziehen wir mit", sagt Catrin Glücksmann, Pressesprecherin von E-plus zu Handelsblatt.com. Langfristig wolle man im Postpaid-Bereich wachsen. Ob dies Kürzungen von Subventionen im Bereich der Vertragshandys nach sich zieht, konnte man bei E-plus aber noch nicht mit Bestimmtheit sagen. Ein konkreter Zeitplan dafür oder aber neue Preisvorstellungen im Postpaid-Bereich liegen jedenfalls noch nicht vor.

Auch Viag Interkom schließt sich der Strategie von D1 und D2 an. "Im Bereich Postpaid-Kunden bleibt aber zunächst alles beim alten", versichert Rudolf Böll, Pressesprecher von Viag Interkom, im Gespräch mit Handelsblatt.com.

Schreiben Sie der Autorin: u.latzke@vhb.de

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