30 000 Beschäftigte im Ausstand
IG Bau weitet Arbeitskampf stark aus

Die IG Bau hat ihren Arbeitskampf zu Beginn der zweiten Streikwoche in der Bauindustrie stark ausgeweitet.

Reuters BERLIN. Mit Beginn der Frühschicht traten am Montagmorgen nach Gewerkschaftsangaben rund 30 000 Beschäftigte auf fast 2 500 Baustellen in den Ausstand. Vor allem kleinere Baustellen und Handwerksbetriebe seien betroffen. Die Streiks würden notfalls wochenlang fortgesetzt. Die Arbeitgeber wollen der IG Bau nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung in Kürze ein verbessertes Angebot vorlegen. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Thomas Bauer, zeigte sich zuversichtlich, dass der Arbeitskampf beigelegt werden könne. "Ich bin überzeugt, dass wir eine Einigung finden, mit der alle Bauarbeiter leben können. Die Beschäftigten werden nicht von der Lohnentwicklung in anderen Branchen abgekoppelt", sagte er dem Blatt.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Hauptverband der deutschen Bauindustrie erklärt, Anfang dieser Woche solle kurzfristig ein Termin für die Wiederaufnahme der Verhandlungen festgelegt werden.

Die Gespräche zwischen Arbeitgebern und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) waren nach mehreren Schlichtungsversuchen im Mai gescheitert. Ein Konfliktpunkt war die Erhöhung der Mindestlöhne. Daraufhin hatte die IG Bau zum ersten flächendeckenden Arbeitskampf der Nachkriegszeit aufgerufen. In der vorigen Woche hatten mehrere tausend Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt.

Die IG Bau fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,5 %. Die Bauarbeitgeber hatten zuletzt Tarifanhebungen um drei Prozent ab September und weitere 2,1 % ab 1. April 2003 angeboten.

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