30 000 Jobs bedroht
Handel ist unzufrieden mit Weihnachtsgeschäft

Die Geschenkesuche im Weihnachtsgeschäft hat den Umsatzrückgang des deutschen Einzelhandels im Gesamtjahr nicht wettmachen können. Trotz deutlich angezogener Umsätze im Vergleich zu den Vormonaten hätten die Geschäfte die Kaufzurückhaltung der Kunden zu spüren bekommen, sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, der dpa am Dienstag.

HB/dpa BERLIN. Insgesamt sei das Weihnachtsgeschäft hinter den Erwartungen zurückgeblieben. "Der Handel hat jetzt noch Hoffnung auf die traditionell umsatzstarken Tage zwischen den Jahren", sagte Pellengahr.

Während das Geschäft mit der Unterhaltungselektronik für die Händler relativ zufriedenstellend verlaufen sei, habe sich die Flaute bei Textilwaren und Bekleidung fortgesetzt. "Das war wirklich enttäuschend", meinte Pellengahr. Positiv überrascht zeigte er sich über die vergleichsweise große Kauflust der Kunden bei hochwertigen Haushaltsgeräten, Glas und Keramik.

An Heiligabend hätten eilige "Last-Minute-Käufer" vor allem in den Lebensmittelläden Schlange gestanden, aber auch Parfümerieartikel und Blumen seien gefragt gewesen. Die Händler hofften nun darauf, dass die Verbraucher die freien Tage zwischen den Jahren zum Bummeln nutzen.

Am Umsatzrückgang um 2 bis 3 Prozent im Gesamtjahr könne der Schub im Weihnachtsgeschäft nichts ändern, sagte Pellengahr. "Das kostet in diesem und im nächsten Jahr rund 30 000 Jobs." Gewinner der Krise seien die Discounter gewesen, während manche Warenhäuser ein Umsatzminus von bis zu 10 Prozent verkraften mussten.

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