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31 Tote bei Kämpfen im Gazastreifen

Bei einer Eskalation der Kämpfe zwischen Israelis und Palästinensern sind am Donnerstag im Gazastreifen mindestens 31 Menschen getötet worden. Zehn Tote habe es gegeben, als ein Panzer im palästinensischen Flüchtlingslager Dschabalia eine Granate auf eine Hauptstraße gefeuert habe, wurde aus einem Krankenhaus mitgeteilt.

dpa GAZA/TEL AVIV. Bei einer Eskalation der Kämpfe zwischen Israelis und Palästinensern sind am Donnerstag im Gazastreifen mindestens 31 Menschen getötet worden. Zehn Tote habe es gegeben, als ein Panzer im palästinensischen Flüchtlingslager Dschabalia eine Granate auf eine Hauptstraße gefeuert habe, wurde aus einem Krankenhaus mitgeteilt.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon stimmte am Abend einem großen Militärschlag im Gazastreifen zu, mit dem weitere Raketenangriffe militanter Palästinenser unterbunden werden sollen. Der Einsatz wurde unter der Bezeichnung "Tage der Buße" geplant.

Während die Armee ihre breit angelegte Offensive verschärfte, attackierten Kämpfer der radikal-islamischen Hamas-Bewegung einen israelischen Beobachtungsposten und die jüdische Siedlung Nisanit. Am Vortag waren in der israelischen Stadt Sderot zwei Kleinkinder beim Einschlag einer Kassam-Rakete getötet worden waren.

Die israelische Armee stieß am Donnerstag mit Panzern und Luftwaffenunterstützung tief nach Dschabalia vor, wo es zu heftigen Gefechten mit Palästinensern kam. Militante Kämpfer und Zivilisten wurden getötet. Nach palästinensischen Angaben starben am Abend in Dschabalia drei weitere Palästinenser bei einem Panzerangriff. Damit sei die Zahl der getöteten Palästinenser auf 28 gestiegen.

Hamas-Mitglieder töteten an einer israelischen Kontrollstelle einen Soldaten und griffen später die Siedlung Nisanit an. Dort wurden eine Joggerin und ein Rettungssanitäter der Armee getötet. Vier militante Palästinenser starben bei den Angriffen. Ein Sprecher der Hamas-Organisation sagte unterdessen, Raketenangriffe auf Israel würden als Selbstverteidigung betrachtet.

Das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (Unrwa) protestierte bei der israelischen Regierung gegen die Behinderung seiner Arbeit im Gazastreifen. Wegen des Einsatzes der Armee sei die Verteilung von Lebensmitteln unterbrochen, UN-Mitarbeiter seien erheblichen Gefahren ausgesetzt, kritisierte das Hilfswerk.

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