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31 Tote nach Taifun in Japan

Einer der verheerendsten Taifune der vergangenen Jahre hat in Japan mindestens 31 Menschen das Leben gekostet. 14 Menschen würden noch vermisst, berichtete das Fernsehen am Mittwochabend (Ortszeit).

dpa TOKIO. Einer der verheerendsten Taifune der vergangenen Jahre hat in Japan mindestens 31 Menschen das Leben gekostet. 14 Menschen würden noch vermisst, berichtete das Fernsehen am Mittwochabend (Ortszeit).

Mehr als 900 Menschen erlitten Verletzungen. Nachdem er zuvor im Süden und Westen des Inselreiches gewütet und eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hatte, tobte sich der Wirbelsturm "Songda" am Mittwoch auf der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido aus, bevor er zu einer tropischen Tiefdruckzone abklang. Die Behörden warnten Küstenbewohner bis Donnerstagmorgen vor Stürmen.

Zwei Männer wurden in der Provinzhauptstadt Sapporo von umgestürzten Bäumen erschlagen, eine Frau in Kimobetsu starb unter einer eingestürzten Scheune. Zwischenzeitlich erreichte der Sturm Geschwindigkeiten bis zu 180 Kilometer in der Stunde. Ein Mann wurde von der stürmischen See erfasst und ertrank. In den vergangenen Wochen starben in Japan bei Taifunen damit nun schon mehr als 50 Menschen. Fast die Hälfte der 31 Todesopfer des Taifuns "Songda" sind ausländische Seeleute zweier Frachter, die am Vortag im Westen des Inselreiches Schiffbruch erlitten hatten. Insgesamt zwölf Besatzungsmitglieder wurden noch immer vermisst.

Entlang der Küsten auf Hokkaido brandeten hoch aufgepeitschte Wellen. Werbeschilder, Ampeln, Bäume und Autos stürzten um, Häuser wurden abgedeckt, Garagentüren abgerissen. Entwurzelte Bäume blockierten Straßen. Ein Strommast stürzte auf einen Krankenwagen auf dem Weg zu einem Einsatz. Fußgänger hatten Schwierigkeiten, bei den starken Sturmböen die Balance zu halten. "Songda", benannt nach einem Fluss in Vietnam, beschädigte auf seinem Weg vom Süden her mehr als 1500 Häuser, einige Gebäude wurden durch die starken Regenfälle unterspült, einzelne Häuser wurden völlig zerstört. Der 18. Taifun der Saison hatte auch den Itsukushima-Schrein in der Provinz Hiroschima, der zum Weltkulturerbe gehört, schwer beschädigt.

Tausende hatten aus Furcht vor den wütenden Naturgewalten vorübergehend ihre Häuser verlassen. Der öffentliche Verkehr in den betroffenen Regionen wurde massiv beeinträchtigt. "Songda" ist der siebte Taifun in diesem Jahr, der das japanische Archipel direkt erfasste, so viele wie nie zuvor binnen eines Jahres. "Songda" folgte dicht auf den Taifun "Chaba", dem mindestens 13 Menschen zum Opfer fielen, und "Megi", der mindestens zehn Personen tötete.

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