31.Treffen von Spitzenpolitikern und Top-Unternehmern aus aller Welt: Davos - Auf dem Zauberberg

31.Treffen von Spitzenpolitikern und Top-Unternehmern aus aller Welt
Davos - Auf dem Zauberberg

Die Graubündner Polizei fährt Sonderschichten. Sie will sich nicht noch einmal so überrumpeln lassen wie im letzten Jahr, als militante Gegner des Weltwirtschaftsforums in den Ortskern von Davos vordrangen und ihre Wut über die Folgen der Globalisierung an Fensterscheiben der örtlichen McDonald?s-Filiale ausließen.

Aber auch dem 31. Treffen von Spitzenpolitikern und Top-Unternehmern aus aller Welt, zu denen aus Deutschland u.a. Co-Chairman Ron Sommer zählt, droht in dieser Woche Randale: "Davos wird brennen", orakeln militante Gruppen bereits im Internet. Das 31. Weltwirtschaftsforum (WEF) hat ein beschwichtigendes Motto für die Konferenztage ausgegeben: "Das Wachstum erhalten, und die Gegensätze überbrücken".

Das konfliktträchtige Thema Globalisierung zieht sich wie ein roter Faden durch das fünftägige Programm, bei dem die knapp 5 000 Teilnehmer wieder für Notstand in den Mobilfunknetzen des Schweizer Skiorts sorgen werden. Das WEF versucht, durch Einladungen an Vertreter aus 36 Nichtregierungsorganisationen ein wenig zur Überwindung der Kluft zwischen "Wohlhabenden und Habenichtsen" beizutragen. Klaus Schwab, Gründer und rühriger Präsident des Forums, formuliert ein hehres Ziel: Er will die Teilnehmer zu "lösungsbezogenen Diskussionen über die aktuellen Herausforderungen der Welt" anregen.

Dazu haben sich zahlreiche führende Politiker angesagt. Japans Premier Mori zählt dazu ebenso wie Palästinenserchef Arafat und Israels Nobelpreisträger Peres. Jugoslawiens Präsident Kostunica kommt, der Generaldirektor der WTO, Moore, und sein bereits feststehender Nachfolger Supachai. Uno-Generalsekretär Annan hat sich auch angemeldet. Per Video-Konferenz sollen "hochrangige Vertreter der neuen US-Administration" zugeschaltet werden. Die wirklich wichtigen Treffen finden in den Suiten der Davoser Luxushotels statt. Hier geht es um Strategien und Fusionen, um Weltfrieden und Geschichtssträchtiges.

Der oft schlagzeilenverdächtige Charakter dieser Begegnungen hat die Attraktivität des Davoser Spektakels von Jahr zu Jahr gesteigert. Neben der Globalisierung hat sich das Forum dieses Mal die Informations- und Biotechnologie sowie die Perspektiven für die Weltwirtschaft als Kernthemen vorgenommen, denn so der Geschäftsführende Direktor des WEF, Claude Smadja: "Ohne Wirtschaftswachstum wird keine Kluft überwunden werden".

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