330 Millionen DM
Sachverwalter gegen Swissair-Überbrückungskredit

dpa ZÜRICH. Der vor mehr als einer Woche von den Großbanken UBS und Credit Suisse Group (CSG) gewährte Überbrückungskredit für die Aufrechterhaltung des flugnahen Dienstleistungsgeschäfts der insolventen Swissair kommt in der ursprünglichen Form nicht zustande. Der provisorische Sachverwalter hat dem Kredit in Höhe von 250 Mill. Franken (330 Mill. DM / 169 Mill. Euro) nicht zugestimmt. Grund seien mögliche Benachteiligungen anderer Gläubiger, teilte Sachwalter Karl Wüthrich am Freitag mit. Nun prüfen die Banken neue Lösungen.

Auch bei einer extensiven Auslegung des Ermessensspielraumes habe er diesem Kredit nicht zustimmen können, erklärte Wüthrich. Der Kredit hätte die Gläubiger der SAirLines, beispielsweise die Mitarbeiter oder Pensionskassen, benachteiligen können, begründete Wüthrich seine Bedenken.

Grundsätzlich sei aber ein Kredit aus Sicht der Swissair Group notwendig und aus volkswirtschaftlicher Sicht sinnvoll, hielt der Sachwalter in der Mitteilung fest. Die Banken prüften nun die direkte Kreditgewährung an die einzelnen flugnahen Betriebe, hieß es am Freitag weiter. Der Sachwalter werde sich dafür einsetzen, dass diesen Betrieben die nötige Liquidität zur Verfügung gestellt werde. Gewerkschaften fürchten, dass bei der Swissair-Group über 16 000 der 72 000 Arbeitsplätze verloren gehen können.

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