34 Flugzeuge werden stillgelegt
Swiss baut 3000 Stellen ab

Die erst vor knapp 15 Monaten gestartete neue Schweizer Fluglinie Swiss wird 3000 ihrer rund 9800 Arbeitsplätze abbauen. Das gab das Unternehmen am Dienstag in Basel bekannt.

HB/dpa BASEL. Zudem sollen 34 Flugzeuge stillgelegt werden. Insgesamt will das Unternehmen nach eigenen Angaben 1,6 Mrd. Franken (1,04 Mrd Euro) einsparen. Damit reagiere "die neue, massiv verkleinerte Swiss auf die tief greifenden Veränderungen des Airline-Marktes", erklärte das Unternehmen. Die Änderungen sollen zu Beginn des Winterflugplanes wirksam werden. Die Gewerkschaften kündigten harten Widerstand an.

Die Krise der Luftverkehrs-Gesellschaften werde zu einer Konsolidierung in der gesamten Branche führen, hieß es in einer Mitteilung weiter. "Nur die gesunden und richtig positionierten Unternehmen werden überleben." Die Geschäftsleitung der Swiss reagiere auf diese Entwicklung mit harten Maßnahmen. "Swiss muss Netzwerk und Flotte verkleinern, die Kosten weiter reduzieren und einen umfangreichen Personalabbau vornehmen." Dies sei eine wesentliche Bedingung für das Überleben der Nachfolgegesellschaft der Swissair, die im Herbst 2001 wegen Zahlungsunfähigkeit stillgelegt worden war.

Swiss will nun als Teil eines neuen Konzepts als erste Linienfluggesellschaft auf innereuropäischen Strecken sowohl eine Premium Business Class als auch eine preisgünstige Economy Class anbieten. Außerdem will sich die Swiss auf Gewinn bringende und zukunftsträchtige Strecken konzentrieren. Das Flug-Netzwerk insgesamt soll über ein Drittel (35 %) kleiner werden. Bei den Entlassungen ist besonders der Bodenpersonal mit 1500 Stellen betroffen. Die Swiss appelliert auch an die Kreditgeber, sich "mit einem klaren Bekenntnis zur Zukunft der Swiss" zu stellen.

Die Swiss war am 31. März 2002 gestartet, nachdem sie mit rund 4,7 Mrd. Franken aufgebaut worden war. Davon kamen etwa zwei Mrd. von Bund und Kantonen, der Rest von Banken und Wirtschaft. Diese hatten einen umfassenden Neuordungsplan gefordert, bevor sie ihr finanzielles Engagement für die Fluglinie fortsetzen.

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