34 Prozent mehr große Firmen
Pleitewelle erfasst größere und ältere Unternehmen

Die Pleitewelle in Deutschland erfasst inzwischen erheblich mehr größere und ältere Unternehmen als je zuvor.

Reuters WIESBADEN. Im vergangenen Jahr haben mehr größere und ältere deutsche Unternehmen Insolvenz angemeldet als je zuvor.

Die Zahl der Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern zum Zeitpunkt des Insolvenzantrages sei 2001 im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent gestiegen, meldete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden.Um ein Viertel sei die Zahl der insolventen Unternehmen gestiegen, die älter als acht Jahre waren. Die Gesamtzahl der Unternehmensinsolvenzen habe im Vergleich dazu 14 Prozent zugenommen.

Den Angaben zufolge gingen bis 1994 jährlich weniger als 20 000 Unternehmen in die Insolvenz. 1998 sei die Zahl auf rund 28 000 und im Jahr 2001 schließlich auf mehr als 32.000 Unternehmen gewachsen. In den neunziger Jahren hätten pro Unternehmen noch durchschnittliche Verbindlichkeiten von etwas mehr als 500



000 Euro in den Büchern gestanden. Im Jahr 2001 habe die durchschnittliche Verschuldung von Insolvenzunternehmen rund 850 000 Euro betragen. "In den neunziger Jahren waren also eher kleinere Firmen von einer Insolvenz betroffen", schlossen die Statistiker des Bundesamtes aus dieser Entwicklung.



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