340 Millionen Euro Verlust
Ford fährt tiefer in die roten Zahlen

Ford Deutschland ist 2002 wegen des schwachen Automarkts und hoher Investitionen tiefer in die roten Zahlen gefahren. Die Kölner Ford-Werke legte am Dienstag, wenige Tage nach dem 100-jährigen Jubiläum des Ford-Konzerns, einen Verlust von 340 Millionen Euro (2001: 80 Mio Euro Verlust) vor.

HB/dpa KÖLN. Ford-Chef Bernhard Mattes sagte, dem negativen Ergebnis stünden Investitionen in die Fertigung neuer Modelle von 744 Millionen Euro gegenüber. "Mit den Investitionen wollen wir unsere Marktposition stärken", sagte Mattes in einem dpa-Gespräch. Der Marktanteil von Ford stieg um 0,1 Punkte auf 8,2 Prozent.

Vor gut einem Jahr hatte das Unternehmen noch schwarze Zahlen für 2002 angestrebt. Der Umsatz sank auf 15,9 (2001: 16,3) Milliarden Euro. "Durch das extrem schwierige Umfeld der Automobilindustrie ist es uns im Jahr 2002 nicht gelungen, die gesteckten Ergebnis-Ziele zu erreichen", sagte Mattes. Die Zahl der Mitarbeiter von Ford Deutschland in Köln, Saarlouis sowie an den belgischen Standorten Genk und Lommel lag unverändert bei knapp 38 000.

Im vergangenen Jahr waren ein Fiesta-Modell und der "Fusion" neu auf den Markt gekommen. Allein dafür hätten die Investitionen für den Anlauf der Produktion 429 Millionen Euro betragen, sagte Mattes. Ford Deutschland produzierte im vergangenen Jahr mehr als eine Million Fahrzeuge.

Angesichts des rückläufigen Automarkts - die Neuzulassungen in Deutschland gingen von 3,34 auf 3,25 Millionen Pkw zurück - wertete Ford die leichte Steigerung des Marktanteils als Erfolg. "Außerdem haben wir weitere Kosteneinsparungen realisieren können und dank hoher Investitionen Produktivität, Flexibilität und Auslastung unserer Werke noch einmal verbessert", sagte Mattes. Da Ford Deutschland 77,5 Prozent seiner Produktion exportiere, habe die Schwäche auf dem europäischen Markt erheblich zu den Verlusten beigetragen.

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