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350 Namen im Zusammenhang mit Terrorangriffen veröffentlicht

Die finnische Finanzaufsicht hat im Internet offenbar versehentlich eine Namensliste von rund 350 Personen veröffentlicht, die möglicherweise im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in den USA stehen könnten.

HELSINKI/FRANKFURT. Wie die Europäische Zentralbank bestätigte, wurde die Liste im Rahmen des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) zusammengestellt. Die Tabelle basiere auf Fahndungsergebnissen von Ermittlungsbehörden mehrerer europäischer Länder und der USA, sagte EZB-Sprecher Manfred Körber am Donnerstag.

Körber sagte, die Verwendung stehe jedem Land frei; eine Weitergabe an die Presse sei jedoch "nicht empfohlen" worden. Er betonte, die Liste könne Namen von Personen enthalten, "die nicht relevant sind".

Die tabellarische Liste im pdf-Format, die der Nachrichtenagentur AP vorliegt, enthält neben den vollständigen Namen Geburtsdaten, Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Das Dokument war am Mittwoch als Anhang einer Pressemitteilung ins Internet gestellt worden; wurde aber am Donnerstag wieder herausgenommen.

Aufgeführt sind unter anderem alle 19 mutmaßlichen Luftpiraten und weitere Verdächtige, wie die von der Bundesanwaltschaft als Logistiker der Hamburger Terrorzelle gesuchten Said Bahaji und Ramzi Binalshibh. In der Tabelle finden sich zudem ein knappes Dutzend Männer arabischer Herkunft, die zumindest zeitweilig ihren Wohnsitz in Deutschland hatten. Ob sie als Verdächtige oder Zeugen gelten, ist nicht ersichtlich.

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