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38 Jahre alter Triebtäter erstach Sechsjährige

Meiningen/Metzels (dpa) - Ein mehrfach vorbestrafter Triebtäter hat gestanden, ein 6-jähriges Mädchen aus dem südthüringischen Metzels gewürgt und erstochen zu haben. Das Mädchen war am Dienstag nach dem Kindergarten nicht nach Hause gekommen.

Meiningen/Metzels (dpa) - Ein mehrfach vorbestrafter Triebtäter hat gestanden, ein 6-jähriges Mädchen aus dem südthüringischen Metzels gewürgt und erstochen zu haben. Das Mädchen war am Dienstag nach dem Kindergarten nicht nach Hause gekommen.

Der 38-Jährige habe seinen Angaben zufolge die kleine Jessica auf dem Heimweg vom Kindergarten in sein Auto gelockt und anschließend im Wald die Tat begangen, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Franz Trost am Mittwoch in Meiningen. Als Motiv gab der Mann an, er habe einen inneren Zwang verspürt, dem Kind Schmerz zuzufügen und es zu töten. Gegen den 38-Jährigen wurde Haftbefehl wegen Mordes beantragt.

Kurz nach der Tat hatte sich der Gelegenheitskellner aus Erfurt bei der Staatsanwaltschaft mit den Worten gemeldet: «Ich habe vor einer Stunde ein Kind getötet. Ich will einen Staatsanwalt sprechen.» Das Mädchen wurde laut Staatsanwalt mit mehreren Messerstichen getötet. Zunächst war noch unklar, ob das Mädchen von dem Täter auch sexuell missbraucht wurde. «Die Leiche war bekleidet», sagte der Leiter der Suhler Kriminalpolizei, Matthias Kehr.

Der 38-Jährige hat nach Angaben des Staatsanwaltes wegen Vergewaltigung sowie sexuellen Missbrauchs von Kindern schon mehrjährige Haftstrafen verbüßt und steht derzeit wegen schweren Diebstahls unter Bewährung. Der Tatverdächtige kannte sein Opfer, da seine Freundin im Haus des Mädchens in Metzels (Kreis Schmalkalden- Meiningen) wohnt.

Die Leiche von Jessica fand die Polizei am Dienstag in einem Wald in der Nähe ihres Wohnhauses. Nachdem das im Januar 1998 geborene Mädchen nicht wie gewohnt vom Kindergarten nach Hause gekommen war, hatte die allein erziehende Mutter von vier Kindern eine Vermisstenmeldung aufgegeben. Die Polizei suchte stundenlang mit 40 Beamten, einem Hubschrauber und einer Hundestaffel nach dem Mädchen. Der 38-Jährige führte die Beamten schließlich selbst zum Fundort der Leiche. «Wir hätten das Kind sonst nicht so schnell gefunden», sagte Kehr.

Während seiner Vernehmung hatte der 38-Jährige zunächst vorgetäuscht, das Mädchen überfahren und dann in den Wald gebracht zu haben. Später nahm er diese Behauptung jedoch zurück und gab zu, dass Kind erstochen zu haben.

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