3 000 Beschäftigte in Untertürckheim verließen Arbeitsplätze vorzeitig
Warnstreiks legten Produktion in Daimler-Chrysler-Werk lahm

Reuters STUTTGART. Die Warnstreiks in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie haben nach Gewerkschaftsangaben am Donnerstag die Produktion des Daimler-Werkes Untertürkheim und weiterer Werkteile zeitweise lahm gelegt. Mehr als 3 000 Beschäftigte der Frühschicht hätten vorzeitig die Arbeitsplätze verlassen und seien bereits am Mittag nach Hause gegangen, teilte die IG Metall in Stuttgart mit.

Zuvor seien die Mitarbeiter in Informationsveranstaltungen über den Stand der Tarifrunde zur Qualifizierung und Mitbestimmung informiert worden. Nach den Angaben einer Daimler-Chrysler-Sprecherin gab es auch Warnstreiks im Sindelfinger Werk, das Ausmaß sei aber noch unklar.

Die IG Metall im Südwesten hatte für Donnerstag und Freitag zu Warnstreiks und Protesten in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie aufgerufen. Damit will sie in den stockenden Tarifgesprächen über die betriebliche Weiterbildung der rund 820 000 Beschäftigten der Branche Druck auf die Arbeitgeber ausüben. Am kommenden Montag soll die dritte Runde der Verhandlungen beginnen. Der Arbeitgeberverband Südwestmetall verurteilte die Proteste. Sie schadeten dem Ansehen der gesamten Branche, sagte Südwestmetall-Chef Otmar Zwiebelhofer.

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