4:0-Sieg
Makaay schießt Bayern zum Sieg über Ajax Amsterdam

Fast im Alleingang hat Roy Makaay das Champions-League-Duell von Bayern München gegen Ajax Amsterdam entschieden. Der Holländer schoss beim 4:0-Sieg alleine drei Tore. Damit hat Bayern die Führung in der Gruppe C übernommen.

HB MÜNCHEN. Beim Sieg gegen den 29-maligen niederländischen Meister spielten die Münchner erstmals unter Trainer Felix Magath glanzvoll auf und wurden von den 50 000 Zuschauern mit Applaus und Sprechchören gefeiert - allen voran Makaay.

Gegen seine Landsleute erzielte der Niederländer die Tore in der 28., 44. und 52. Minute (Foulelfmeter) selbst und legte den vierten Treffer durch Ze Roberto (55.) auf. Drei Tore in der Champions League waren Makaay zuletzt vor fast genau zwei Jahren gegen Oliver Kahn gelungen - beim 3:2 von La Coruna im Olympiastadion. Mit zwei Siegen waren die Bayern zuletzt vor vier Jahren in die Champions League gestartet, am Ende stand der Titelgewinn zu Buche.

Magath bot offenbar in der Erwartung, dass der Gegner mit drei Spitzen gastieren würde, überraschend Samuel Kuffour als rechten Außenverteidiger auf. Während er sich damit scheinbar verspekuliert hatte, erwies sich Magaths zweite Personalentscheidung, Owen Hargreaves anstelle von Jens Jeremies ins defensive Mittelfeld zu beordern, von Anfang an als Volltreffer. Der englische Nationalspieler präsentierte sich lauf- und spielfreudig, setzte defensiv wie offensiv die Akzente, und er gab in der 28. Minute das Startsignal für Makaays Tor-Festival.

Mit einem wunderschönen 40-Meter-Pass aus der eigenen Hälfte schickte er den Mittelstürmer auf die Reise, der mit einem trockenen Schuss in den Winkel eiskalt abschloss. Der Treffer wirkte wie eine Befreiung für den deutschen Rekordmeister, der holprig gestartet war und Glück hatte, dass er bei einer Großchance von Wesley Sonck (14.) nicht in Rückstand geraten war. Nach der Führung aber bekam der Bundesligist die technisch beschlagene und spielstarke Ajax-Elf immer besser in Griff.

Zudem bestätigten die Niederländer auch im Olympiastadion ihren Ruf, in der Abwehr anfällig zu sein. Zwar parierte der unsichere Torhüter Bogdan Lobont, der den verletzten Stammkeeper Maarten Stekelenburg vertrat, einen Freistoß von Hargreaves (34.) und einen Kopfball von Claudio Pizarro (35.). Kurz vor der Halbzeit aber schaute der Rumäne nur noch regungslos zu, wie Makaay eine Freistoßflanke von Ze Roberti mit dem Hinterkopf zum 2:0 verlängerte.

"Der ist unberechenbar, der kann fast alles, der macht sogar Tore außerhalb des Strafraums", schwärmte Franz Beckenbauer. Nach dem Seitenwechsel setzte Makaay seine Werbeveranstaltung fürs niederländische Nationalteam fort. Nach einem tolpatschigen Angriff von Lobont auf Pizarro verwandelte der 29-Jährige den fälligen Strafstoß, nur drei Minuten später legte er zum 4:0 durch Ze Roberto auf.

Damit war die Partie endgültig entschieden, der Rest war Schaulaufen, an dem auch noch Sebastian Deisler teilnehmen durfte. Doch auch dem Nationalspieler gelang nicht mehr der fünfte Treffer, der im 92. Spiel den höchsten Champions-League-Sieg bedeutet hätte. Doch auch so können die Münchner zuversichtlich in die beiden kommenden Kraftproben mit Gruppenfavorit Juventus Turin gehen.

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