4:3 gegen Rostock nach Elfmeterschießen
Leverkusen erreicht Ligapokal-Halbfinale

Bayer Leverkusen hat mit einem 4:3_Sieg nach Elfmeterschießen gegen den FC Hansa Rostock das Halbfinale im Ligapokal erreicht. Dort spielt Leverkusen gegen Bayern München.

HB JENA. Bayer Leverkusen ist dem erstmaligen Gewinn des Liga- Pokals einen Schritt näher gekommen und hat dem FC Hansa Rostock seine Premiere in dem seit 1997 ausgespielten Wettbewerb verdorben. Das Team von Trainer Klaus Augenthaler gewann vor 10 650 Zuschauern im Ernst-Abbe-Stadion in Jena mit 4:3 im Elfmeterschießen. Nach 90 Minuten hatte es nach einem Eigentor des Leverkuseners Sascha Dum (8.) und einem Treffer von Jan-Ingwer Callsen-Bracker (13.) 1:1 gestanden. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Jacek Krzynowek. Im Halbfinale des mit 3,7 Millionen Euro dotierten Wettbewerbs trifft Hansa am kommenden Mittwoch in Wattenscheid auf Rekordmeister FC Bayern München.

Der Vorjahres-Dritte Leverkusen ging mit einigen personellen Sorgen im Defensivbereich in die Partie. Die südamerikanischen Abwehrspezialisten Juan und Diego Placente weilen mit ihren Nationalteams bei der Copa America in Peru, Teddy Lucic hat noch Trainingsrückstand. Jens Nowotny (Schrauben aus Kniegelenk entfernt), Carsten Ramelow (Achillessehnenbeschwerden) und Stammkeeper Jörg Butt (Meniskus-Operation) sind ebenfalls nicht einsatzbereit. Aus dieser Not heraus bildete Coach Augenthaler seine Vierer-Abwehrkette mit seinem brasilianischen Neuzugang Roque Junior vom AC Mailand, dem 23 Jahre alten Clemens Fritz sowie dem 19-Jährigen Callsen-Bracker und dem noch ein Jahr jüngeren Dum.

Doch es dauerte nur wenige Minuten, bis dieser nicht eingespielte und wenig erfahrene Defensiv-Verbund zum ersten Mal alt aussah. Bei dem Versuch, eine Hereingabe des Rostockers Rade Prica vor dem heranstürmenden Magnus Arvidsson zu klären, traf ausgerechnet Junioren-Spieler Dum bei seinem Profi-Debüt zum 0:1 ins eigene Tor (8.). Beeindrucken ließ sich der Favorit durch den frühen Rückstand allerdings keinesfalls. Schon fünf Minuten später übernahm mit Callsen-Bracker ein anderer Youngster Verantwortung und erzielte mit einem sehenswerten Freistoß aus gut 20 m den Ausgleich.

Nicht zuletzt auf Grund der frühen Tore entwickelte sich auch in der Folge eine lebhafte Partie mit einigen Torraumszenen. Für Rostock traf Antonio da Silva (21.) mit einem Kopfball nur die Latte. Bei der Flanke von René Rydlewicz hatte Weltmeister Roque Junior, den Augenthaler in der Halbzeit gegen Radoslav Kaluzny austauschte, nicht gut ausgesehen. Im direkten Gegenzug vergab Kapitän Robson Ponte nach feinem Solo die bis dahin beste Chance zur Leverkusener Führung. Nach der durchaus sehenswerten Anfangsphase machte sich dann bemerkbar, dass beide Teams noch mitten in ihrer Saisonvorbereitung stecken. Das Tempo ließ nach und den Aktionen fehlte die Flüssigkeit. So musste die Entscheidung im Nervenspiel vom Elfmeterpunkt fallen.

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