4,5-fache Überzeichnung
World of Medicine notiert unter Ausgabepreis

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie der World of Medicine AG hat bereits am ersten Handelstag unter ihrem Ausgabekurs notiert. Gegen 17.00 Uhr notierte der für 11,00 Euro zugeteilte Wert mit 10,00 Euro. Der erste Kurs der Aktie des Herstellers medizintechnischer Geräte hatte noch bei 10,90 Euro gelegen.

Unternehmenssprecherin Stefanie Gehrke zeigte sich "über die Nachfrage im Rahmen des Bookbuilding sehr erfreut, gerade auch seitens der privaten Anleger." Die 4,5-fache Überzeichnung der Aktie zeige, dass die Zuteilung am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne angemessen gewesen sei. "Wenn Sie sich die Studien der Analysten ansehen, liegt der 'faire Wert' der Aktie noch darüber", sagte sie.

"Listing endet nicht mit Erstnotiz"

Gehrke wertete es angesichts des Marktumfelds als Erfolg, dass der Kurs bei 10,00 Euro gehalten werden konnte. "Unser Listing endet nicht mit der Erstnotiz", fügte sie hinzu. Positive Unternehmensnachrichten sollen in nächster Zeit folgen. Einen genauen Termin hierfür konnte sie nicht nennen. Im Vergleich zu anderen Werten in diesem Börsensegment handele es sich bei W.O.M. um einen "weißen Raben". "Wir machen Gewinne", betonte Gehrke. W.O.M. stellt seit 25 Jahren Geräte für die minimal invasive Chirurgie her.

Der Börsengang sei "nicht erwartungsgemäß gelaufen", sagte ein Händler. "Mit elf sind sie ausgegeben worden. Da erwartet man natürlich nicht, dass sie zehn werden", fügte er hinzu und machte das "Börsenumfeld" für die schlechte Kursentwicklung verantwortlich.

Desinteressierte Analysten

Analysten zeigten sich desinteressiert: "Ehrlich gesagt habe ich da noch gar nicht hingeguckt", sagte einer der Marktbeobachter. Es sei "überraschend, dass der Wert am oberen Ende der Bookbuildingspanne zugeteilt wurde", erklärte Guiseppe Amato von Lang & Schwarz.

Es sei eher mit Kursen innerhalb der Bookbuildingspanne zu rechnen gewesen als mit Kursen über dem Zuteilungspreis. "Die Stunde der Wahrheit komme, wenn sich die wohlwollenden Hände der Konsortialbanken zurückziehen würden, fügte Amato hinzu.

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